Was Anleger über ETCs wissen sollten

Mit Exchange Traded Commodities (ETC) können Anleger in Edelmetalle und andere Rohstoffe investieren, ohne diese physisch besitzen zu müssen. Ein Investment in einen ETC bringt diverse Vorzüge mit sich und kann dabei helfen, das eigene Portfolio zu diversifizieren.
Mit ETCs investiert man in Rohstoffe

Neben Aktien, Anleihen und Immobilien sind auch Rohstoffe und Edelmetalle eine beliebte Anlage. Während die physische Lagerung von Gold und Silber auch für Privatanleger durchaus möglich ist, sieht dies bei Rohstoffen wie Öl oder Weizen schon anders aus. Mit ETCs existiert jedoch eine praktische Alternative zum physischen Besitz von Edelmetallen und Rohstoffen.

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Es handelt sich dabei um Wertpapiere, welche unmittelbar an die Wertentwicklung eines oder mehrerer Rohstoffe geknüpft sind. Das wohl bekannteste derartige Zertifikat in Deutschland ist der Xetra-Gold ETC. Dieser wird seit 2007 an der Frankfurter Börse gehandelt. Er bildet den Weltmarktpreis für ein Gramm Gold in Euro ab.

Die Vorteile eines ETCs

Der offensichtliche Vorteil von ETCs ist, dass sie die Anlage und den Handel mit Rohstoffen erlauben, ohne dass diese physisch bezogen werden müssen. ETCs lassen sich auf die gleiche Weise wie Aktien und ETFs handeln. Sie können also während der Handelszeiten jederzeit ge- und verkauft werden. Dabei stehen Anlegern auch die üblichen Mechanismen zur Absicherung wie Limits und Stopp-Loss-Orders zur Verfügung. Ähnlich wie bei ETFs gibt es bei ETCs weder Ausgabeaufschläge noch Rücknahmegebühren.

Für Anleger ist bei einem ETC zudem stets der aktuelle Preis ersichtlich. Auch die Preisentwicklung ist transparent. Die Wertentwicklung eines ETC orientiert sich entweder am Preis für die Lieferung in der Zukunft (Futures) oder am Preis für die Sofortlieferung (Kassapreis). In jedem Fall korreliert die Wertentwicklung eins zu eins mit dem jeweiligen Rohstoffpreis. ETCs verfügen zudem über ein hohes Maß an Liquidität. Ähnlich wie bei ETFs werden sie von verschiedenen Market Makern betreut.
ETCs sind mit zusätzlichem Risiko verbunden

Allerdings beherbergen ETCs im Gegensatz zu ETFs ein zusätzliches Risiko. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich dabei um unbefristete Schuldverschreibungen eines Emittenten. Dadurch zählt das in sie investierte Kapital nicht als Sondervermögen. Deswegen ist es für den Fall, dass der Emittent pleite geht, nicht separat geschützt. Stattdessen wird das Kapital Teil der Insolvenzmasse. Dies kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass Wertpapier-Besitzer ihr Kapital vollständig verlieren. Im Gegensatz zu einem ETF haben Anleger bei einem ETC daher ein zusätzliches Emittentenrisiko. Im Gegenzug nutzen die Emittenten unterschiedliche Möglichkeiten zur Besicherung.

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Darin unterscheiden sich ETCs und ETFs voneinander

Mit einem ETC setzt man als Anleger zu Einhundertprozent auf die Wertentwicklung eines Rohstoffes. Bei einem ETF ist dies jedoch nicht möglich. Die UCITS-Richtlinie schreibt vor, dass ETFs ein gewisses Maß an Diversifizierung aufweisen müssen. Zudem dürfen sie auch keine physischen Rohstoffe enthalten.

Es gibt durchaus diverse ETFs, deren Fokus auf bestimmten Rohstoffen liegt. Allerdings bilden diese nicht die Wertentwicklung des Rohstoffes an sich ab, sondern vielmehr die Kurse der in der entsprechenden Rohstoff-Branche tätigen Unternehmen. Ein Gold-ETF wie der VanEck Vectors Gold Miners UCITS ETF (ISIN: IE00BQQP9F84) bietet daher lediglich Zugang zu unterschiedlichen Goldminenwerten. Zwischen deren Entwicklung und dem tatsächlichen Goldkurs besteht natürlich ein Zusammenhang. Die Entwicklung verläuft jedoch nicht unbedingt eins zu eins.

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Welche Arten von ETCs gibt es?

ETCs lassen sich, je nachdem, wie sie besichert sind, in unterschiedliche Kategorien einteilen. Zum einen existieren physisch hinterlegte ETCs. Physisch hinterlegt bedeutet in diesem Fall, dass die Rohstoffe, deren Wertentwicklung der ETC abbildet, tatsächlich im Besitz eines Treuhänders existieren. Bei einem Gold ETC liegen die entsprechenden Goldbarren also in einem Tresor. Der große Vorteil hierbei ist, dass dadurch das Emittentenrisiko ausgeschaltet wird. Im Falle einer Pleite erhalten Anleger ihr Geld also zurück. Viele Edelmetall-ETCs greifen auf dieses Modell zurück, da sich Metalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium relativ kostengünstig lagern lassen.

ETCs können auch besichert sein, ohne das ihre zugrunde liegenden Rohstoffe hinterlegt werden. Dies trifft zum einen auf vollständig besicherte ETCs zu. Diese werden durch Kreditsicherheiten gedeckt, welche von Versicherern ausgestellt worden sein können. Alternativ können auch andere Wertpapiere oder sogar Bareinlagen als Sicherheiten herangezogen werden.

Eine dritte Variante stellen ETCs mit Drittdeckung dar. Auch hier erfolgt eine Besicherung durch einen Partner. Dabei kann es sich um ein Finanzinstitut oder ein anderes Unternehmen handeln. Im Falle einer Insolvenz haften diese dann mit ihrem eigenen Vermögen. Bestes Beispiel hierfür sind diverse Öl-ETCs, welche von verschiedenen Öl-Multis wie Shell besichert werden. Allerdings sind solche ETCs dem Kreditrisiko des jeweiligen Partners ausgesetzt.
Wofür gibt es ETCs?

ETCs decken verschiedene Rohstoffkategorien ab. Hierbei handelt es sich um Edelmetalle, Industriemetalle, Energierohstoffe (z.B. Öl), Agrarrohstoffe sowie Lebendvieh. Ein ETC muss dabei nicht zwangsläufig auf einen einzelnen Rohstoff beschränkt sein. Manche ETCs bilden auch die Wertentwicklung eines ganzen Rohstoffkorbes ab. Beispiele hierfür sind ETCs auf diverse Industriemetalle oder unterschiedliche Agrarprodukte.
Besitzt man mit einem ETC-Anteilsschein tatsächlich den jeweiligen Rohstoff?

ETCs bilden lediglich die Wertentwicklung des entsprechenden Rohstoffes ab. Bei Zertifikaten auf Rohstoffe wie Öl, Agrarprodukte oder Nutzvieh sind die abgebildeten Produkte nicht tatsächlich hinterlegt. Im Falle eines physisch besicherten Edelmetall-ETCs sind die Anteilsscheine zwar tatsächlich mit real existierenden Barren abgesichert. Auch hieraus ergibt sich jedoch nur insofern ein Anspruch, als dass das investierte Vermögen durch diese gesichert wird.

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Es existieren jedoch gleichfalls eine Reihe von Edelmetall-ETCs, die ihren Anlegern durchaus eine physische Lieferung des entsprechenden Metalls erlauben. Üblicherweise handelt es sich dabei um Gold-ETCs. Bekannte Beispiele sind der bereits erwähnte Xetra-Gold ETC sowie Euwax Gold.

Bei Xetra-Gold wird jedem Anleger das Recht verbrieft, sich dass Gold im Gegenwert des Anteilsscheins physisch liefern zu lassen. Eine solche Lieferung ist jedoch auch mit den üblichen Kosten für Formung des Barrens, Verpackung und Transport verbunden. Bei einem Kilobarren Gold bewegen sich die Kosten dabei jedoch innerhalb der Handelsspanne beim direkten Kauf bei einem Goldhändler.

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