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Ist der MSCI World wirklich so gut?

Ein ETF auf den MSCI World Index ist für viele Anleger das Basisinvestment schlechthin. Für die meisten bedeutet er den Einstieg in die Welt der Geldanlage. Der Index ist in den vergangenen Jahren jedoch stark in die Kritik geraten, da er mit seinem hohen US-Fokus nicht mehr seinem Wertversprechend nach einer breiten Diversifikation gerecht wird.
Was an dieser Kritik dran ist und ob sich der MSCI World für Privatanleger immer noch lohnt, erfährst du in diesem Artikel.


MSCI World Index kurz erklärt

Der MSCI World ist der vermutlich größte und beliebteste Aktienindex unter ETF-Anlegern. Der Index bildet die Wertentwicklung von über 1.600 Unternehmen aus Industriestaaten ab. Das entspricht ca. 85 Prozent der Marktkapitalisierung des globalen Aktienmarktes in Industrieländern.

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Die USA sind mit aktuell 66 Prozent (Stand: November 2020) der dominante Markt. Ein Blick auf die zehn größten Positionen zeigt die darüber hinaus die Dominanz der Technologieunternehmen. Apple (4,20 Prozent) und Microsoft (3,14 Prozent) nehmen gemeinsam eine größere Gewichtung als Japan ein.

Wie zu erwarten führen Unternehmen aus der Tech-Branche die Branchenverteilung im Index. An zweiter Stelle kommen Unternehmen aus dem der Pharma- und Gesundheitsbranche (13,07 Prozent) während die Finanzindustrie (12,78 Prozent) auf dem dritten Platz landet.


Performance des MSCI World seit Auflage in 1969

Seit seiner Auflage in 1969 konnte der MSCI World eine durchschnittliche Rendite (vor Kosten und Steuern) von durchschnittlich neun Prozent pro Jahr erwirtschaften. Bedeutet konkret: Ein Investment in Höhe von 1.000 Euro ist bis heute auf über 75.000 Euro gestiegen.

Zu berücksichtigen ist außerdem, dass der Index innerhalb der 50 Jahre seit Auflage zahlreiche Krisen mitgemacht hat. Von der Asienkrise, über Platzen der Dotcom-Blase bis hin zur globalen Banken- und Finanzkrise seit 2007. Allein diese Fakten zeigen, warum Finanzexperten zu einer langfristigen Anlagestrategie raten.

Spannend ist noch die Tatsache, dass Anleger, die seit der Auflage mindestens 15 Jahre im MSCI World investiert waren, nie einen Verlust erzielt haben. Im schlimmsten Fall haben Anleger knapp zwei Prozent pro Jahr verdient und konnten so zumindest die Kaufkraft ihrer Vermögen sichern.

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Übergewichtung des US-Marktes ein Problem?

Die Übergewichtung des US-Marktes wird häufig als Problem dargestellt, da es zum einen gegen die grundlegenden Prinzipien der Diversifikation verstößt und weil der Indexname irreführend ist. Tatsächlich deutet sich an, dass US-Unternehmen im Vergleich zu europäischen oder asiatischen Firmen weitaus höher bewertet sind. Das zumindest zeigt sich seit einigen Jahren anhand der Entwicklung der durchschnittlichen KGVs auf den S&P 500.

Was Anleger hier verstehen sollten ist, dass sie nicht die USA mit 66 Prozent gewichtet ist, sondern die größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung. Diese kommen nun mal aus den USA, haben ihr Geschäftsmodell jedoch global aufgestellt und machen ihre Umsätze auch in Europa oder in Asien.

Die hohe Bewertung dieser Unternehmen ist zudem mit Substanz begründet. Ein Blick auf die EBIT-Margen jenseits von 25 Prozent und das zum Teil zweistellige Umsatzwachstum der zehn größten Positionen genügt, um diese These zu belegen. Ein Vergleich mit der Dotcom-Blase um die 2000er Wende herum ist schlichtweg nicht möglich. Die meisten Unternehmen sind heute erheblich solider aufgestellt.


Technologiewerte sind weit entfernt von einer Überbewertung

Von einer Überbewertung amerikanischer Technologiewerte sind wir noch weit entfernt. Zwar erreichen Apple, Amazon, Microsoft und Co. regelmäßig neue Rekordstände – die Entwicklung beruht jedoch auf einer substanziellen Verbesserung der Geschäftszahlen. Microsoft und Amazon sind zudem große Gewinner der Covid-19-Pandemie.

Das Cloud-Geschäft des Unternehmens von Bill Gates boomt seit Ausbruch der Krise, da Unternehmen vermehrt auf die Dienste des Tech-Giganten setzen. Auch Amazon dürfte im vierten Quartal 2020 ein beeindruckendes Zahlenwerk vorlegen.

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Aus den oben genannten Gründen kann man zwar von einer hohen Konzentration und damit einem höheren Klumpenrisko sprechen – aber keineswegs von einem schlechten Investment.

Wie können Anleger alternativ in Weltaktien investieren?

Wem der US-Fokus zu groß ist, kann anstatt eines ETFs auf den MSCI World in mehrere ETFs auf die verschiedenen Regionen (USA, Asien, Europa, Pazifik) investieren. Die jeweilige Gewichtung kann individuell bestimmt werden. Das Depot könnte folgendermaßen aussehen:

  • 30% USA: Xtrackers MSCI USA UCITS ETF
  • 30% Europa: Amundi MSCI Europe UCITS ETF
  • 30% Asien: Lyxor MSCI AC Asia Pacific Ex Japan UCITS ETF
  • 10% Pazifik: iShares Core MSCI Pacific ex-Japan UCITS ETF

Denk in jedem Fall dran, einmal pro Jahr ein Rebalancing deines Depots zu machen, um deine Zielgewichtung wiederherzustellen.


Fazit

Der MSCI World ist ein durchaus solider Grundbaustein für dein Portfolio. Mit steigendem Vermögen solltest du jedoch die geographische Diversifikation selbst in die Hand nehmen bzw. über zusätzliche ETFs auf andere Regionen und Anlageklassen breiter verteilen. Außerdem macht die Hinzunahme von Schwellenländern aufgrund ihrer attraktiven Wachstumsausschichten in jedem Fall Sinn. Ein Investment in den MSCI World ist immer noch günstiger als sich über Einzelwerte ein Portfolio aufzubauen.

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Aus dem Grund bin ich der festen Überzeugung, dass der Index möglicherweise zu Unrecht in der Kritik steht. Zwar kann die Bezeichnung aufgrund der hohen US-Konzentration irreführend sein, ein Blick auf die Zusammensetzung (die wir alle vor einem Kauf vornehmen sollten), macht hingegen schnell klar, wo die Ursache dafür liegt. Es handelt sich dabei um keine willkürliche Entscheidung des Index-Anbieters, sondern um eine natürliche Entwicklung der Marktkapitalisierung. Und wer hat nicht gerne wachstumsstarke Unternehmen in seinem Depot?

Der MSCI World ist ein solider Index für Einsteiger, den ich zweifelsohne weiterempfehle.

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Über den Autor

Carlos Link-Arad

Carlos Link-Arad schreibt auf ETF Nachrichten über die Themen Geldanlage, Börse und Finanzen. Nach diversen Stationen in der Finanzbranche hat er zuletzt als Co-Founder Beyond Saving gegründet.

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