5 Gründe, warum ein Immobilien-ETF besser als eine Immobilie ist

Trotz Corona-Krise ist alles beim Alten. Die Deutschen lieben ihre Immobilien. Immobilien sind hierzulande die beliebteste Asset-Klasse. Deutsche Immobilien gelten als beständig in der Wertentwicklung. Zudem verbinden Anleger mit ihrem Betongold Sicherheit. Die hohe Nachfrage sorgt für stetig steigende Preise an den guten Standorten. Der Bedarf ist groß, die Nachfrage ist enorm. Trotzdem gibt es einige Argumente, die andere Asset-Klassen wie Aktien rentabler erscheinen lassen. Wer sich für Immobilien-Investments entscheidet, hat die Qual der Wahl. Der direkte Immobilienkauf oder der Kauf von ETF-Anteilen sind gleichermaßen beliebt. Dabei gibt es einige Gründe, warum der Immobilien-ETF die bessere Wahl darstellt.
Das sind die Immobilien-ETFs

Immobilien-ETFs sind Exchange Traded Funds, die passiv einen Immobilien-Index abbilden. Im ETF befinden sich die Anteile derjenigen Unternehmen, die zu einem beträchtlichen Anteil in der Immobilien-Branche tätig sind. Weitere Unterteilungen betreffen oftmals die geografische Allokation. Einige ETFs beschränken sich auf bestimmte Regionen wie Europa oder Asien. Oftmals befinden sich zu einem erheblichen Teil sogenannte REITs im ETF. Dabei handelt es sich um einen Real Estate Investment Trust, der zum überwiegenden Anteil in Immobilien investiert. Die Erträge des Unternehmens stammen aus der Vermietung und Verpachtung sowie den Verkaufserlösen bei Fix&Flip Geschäften.

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Pro 1: Diversifikation statt Klumpenrisiko

Der erste Grund, warum ein Immobilien-ETF die bessere Wahl darstellt, ist die mögliche Diversifikation. Seien wir ehrlich – die meisten Investoren haben nicht das notwendige Eigenkapital, um gleichzeitig und diversifiziert in Immobilien zu investieren. Immobilien-Investoren beginnen oftmals mit einer Eigentumswohnung oder bestenfalls einem Mehrfamilienhaus. Das Klumpenrisiko ist enorm. Bauliche Mängel oder sonstige Schäden können große Verluste des Investments bedingen. Demgegenüber können Anleger mit dem Kauf eines Immobilien-ETFs diversifiziert in Unternehmen investieren. Zum einen haben die Unternehmen eine hohe Anzahl an verschiedenen Objekten. Darüber hinaus befinden sich im Immobilien-ETF unterschiedliche Positionen. Diversifikation minimiert das Risiko. Immobilien-ETFs sind somit risikoärmer als herkömmliche Immobilien.

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Pro 2: Unkompliziertes Investieren

Investieren mit Immobilien-ETFs ist unkompliziert. Während der Kauf einer hochwertigen Immobilie Expertise erfordert, übernehmen die Auswahl der Objekte bei einem ETF Fachleute – genau genommen, die Verantwortlichen in den Unternehmen, die im ETF enthalten sind. Investments sind bei Immobilien-ETFs schnell und einfach möglich. Ein Depot bei einem Broker genügt und schon können Anleger in Immobilien-ETFs investieren. Wenige Minuten nach der Entscheidung befinden sich die ETF-Anteile als mittelbare Beteiligung an Immobilien im Depot. Demgegenüber vergehen bis zum Kauf einer Immobilie oftmals Wochen und Monate.

Pro 3: Günstige Gesamtkosten

Bei einem ETF sind die Gesamtkosten vergleichsweise gering. Viele Broker bieten Sparpläne für diverse ETF-Anbieter kostenlos an. Die jährlichen Gesamtkosten belaufen sich auf 0,1-0,6 %. Demgegenüber stehen bei einem Immobilienkauf Kosten in Höhe von ca. 10 % des Kaufpreises. Wer eine Immobilie für 100.000 Euro kaufen möchte, bezahlt ca. 10.000 Euro für Makler, Notar und Steuer. Im Vergleich überzeugt der Immobilien-ETF mit geringeren Kosten – je weniger Gebühren fällig werden, desto höher ist die Rendite.

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Pro 4: Investition mit geringen Beträgen möglich

Wer sich für den Kauf einer Immobilie entscheidet, braucht das notwendige Eigenkapital. Selbst bei einer vollfinanzierten Immobilie müssen Investoren die Kaufnebenkosten bezahlen. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte somit ausreichend Kapital zur Verfügung haben. Nur für liquide Anleger mit überdurchschnittlicher Bonität mag die Bank eine Finanzierung erwägen, die die Kaufnebenkosten einschließt. Der Kauf des Immobilien-ETFs ist für jeden Anlegertypus möglich. Ab Sparsummen von 25 Euro lassen sich Sparpläne für ETFs abschließen.

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Pro 5: Kein Aufwand

Immobilien bringen einen gewissen Aufwand mit sich. Dies beginnt bei der Suche nach der Immobilie und den anschließenden Kaufpreisverhandlungen. Der Abschluss des Kaufvertrags, die notarielle Beurkundung und die Eintragung ins Grundbuch sind weitere Schritte. Wenn die Immobilie im Besitz der Käufer ist, geht dies munter weiter. Die Verwaltung der Immobilie, die Mietersuche oder die Durchführung notwendiger Reparaturen nehmen Zeit in Anspruch. Wer sich für einen ETF-Kauf entscheidet, kann die Füße hochlegen und sich entspannt zurücklehnen.

Ist ein Investment in Immobilien-ETFs immer besser als eine Immobilie?

Immobilien-ETFs bieten zahlreiche Vorteile gegenüber klassischen Immobilien. Allerdings liegt der Entscheidung für eine Immobilie nicht immer ein rationaler Denkprozess zugrunde. Für viele Menschen ist die Entscheidung für eine Immobilie gleichbedeutend mit einer Entscheidung für einen Lifestyle – verwerflich ist dies keinesfalls. Für Investoren gibt es einige Gründe, warum ein Immobilien-ETF eine Alternative darstellen kann – allerdings ohne den geschätzten Hebel mit Fremdkapital.

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Beliebte Immobilien-ETFs

Mittlerweile gibt es in Deutschland über 1000 ETFs, die Anleger kaufen können. Einige ETFs eignen sich für Immobilien-Anleger. Ein Immobilien-ETF für entwickelte Länder ist der iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (ISIN: IE00B1FZS350). Die Fondsgröße liegt bei über eine Milliarde Euro. Die durchschnittliche Rendite betrug in den letzten Jahren 3,18 %. Damit liegt der Immobilien-ETF unter der Wertentwicklung von Aktien. Zur Diversifikation mit Immobilien ist der ETF geeignet. Wer asiatische Immobilien bevorzugt, kann mit dem iShares Asia Property Yield UCITS ETF (ISIN: IE00B1FZS244) geografisch diversifizieren. Der beste Immobilien-ETF aus dem vergangenen Jahr ist der Xtrackers FTSE Developed Europe Real Estate UCITS ETF (ISIN: LU0489337690). Der europäische Immobilien-ETF brachte im Jahr 2019 eine Rendite von fast 30 %.

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1 KOMMENTAR

  1. Guter Artikel,
    aber Du erwähnst halt den Hebeleffekt nur in einem Nebensatz. Wenn ich eine Immobilie zu 100% finanzieren, habe ich oft eine Eigenkapitalrendite von über 30%. Das macht nunmal kein ETF.

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