Banken-ETFs gehörten zuletzt zu den größten Gewinnern

Der November war für viele Bank-Aktien ein guter Monat. Nachdem der Finanz-Sektor infolge der Pandemie viele Monate lang hinter großen Teilen des Marktes zurückgeblieben war, ging es in den vergangenen Wochen für zahlreiche Finanzpapiere wieder nach oben. Der wichtigste Grund hierfür kam zweifellos aus dem Biotech-Sektor.
Finanzsektor im Aufwind

Seit Ende Oktober scheinen die Kurse zahlreicher Banken aus ihrem Winterschlaf erwacht zu sein. Der SPDR S&P U.S. Financials Select Sector UCITS ETF konnte im November einen knapp zweistelligen Kursanstieg hinlegen. Er bildet die Wertentwicklung der großen Finanzunternehmen des S&P 500 ab. Für einzelne Bankhäuser ging es dabei durchaus noch deutlicher nach oben.

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So verbuchte die Aktie der Investmentbank JPMorgan Chase einen Kursanstieg von rund 18 Prozent. Für die Bank of America ging es um 16 Prozent und für Goldman Sachs um 14 Prozent nach oben. Noch deutlich positiver sieht es beim Blick auf den europäischen Bankenmarkt aus. Die Aktionäre der BNP Paribas können sich über einen Kursanstieg von ganzen 30 Prozent freuen. Für das Papier der Deutschen Bank, welche bereits in den Monaten zuvor mit überraschend guten Zahlen aufwarten konnte, ging es immerhin noch um gut 17 Prozent hinauf.

Impfstoff-Nachrichten sind gut für den Banken-Sektor

Die wohl wichtigsten Nachrichten im November, abgesehen vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen, drehten sich um die Fertigstellung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus. Nachdem es dem Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech gelungen war, als erstes eine diesbezügliche Erfolgsmeldung zu verkünden, zogen mit Moderna und AstraZeneca wenig später zwei weitere Unternehmen aus dem Biotech-Sektor nach.

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Nur weil sehr bald mindestens drei wirksame Impfstoffe zur Verfügung stehen werden, bedeutet dies selbstverständlich nicht, dass das Virus nun so gut wie besiegt ist. Bis die Impfstoffe in ausreichender Zahl produziert worden sind und ein großer Teil der Bevölkerung geimpft worden ist, dürften noch Monate ins Land ziehen. Bis dahin wird das Corona-Virus auch weiterhin die Nachrichten bestimmen und weitergehende Einschränkungen des täglichen Lebens abverlangen.

Dennoch dürfte die erstmalige Aussicht auf einen konkreten Weg aus der derzeitigen Krise für deutliche Erleichterung in vielen Geldhäusern gesorgt haben. Grund hierfür ist in erster Linie die Tatsache, dass dadurch Hoffnungen gestärkt werden, die Weltwirtschaft könnte sich 2021 wieder recht zügig von ihrer Konjunkturkrise erholen.
Banken profitieren von einer anziehenden Konjunktur

Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Banken frühzeitig von einer anziehenden Konjunktur profitieren können. Wenn sich das Ausgaben- und Investitionsverhalten nach den Sparmaßnahmen während einer Krise wieder normalisiert, zieht auch die Nachfrage nach Krediten wieder an, was den Banken zugutekommt.

Zugleich schwindet mit der Aussicht auf eine rasche Erholung auch die Furcht vieler Analysten vor langwierigen Einkommenseinbußen, was sich wiederum negativ auf das Konsum- und Kreditverhalten vieler Privatpersonen auswirken würde. In den Jahren nach der Finanzkrise mussten zahlreiche Kreditgeber lange mit einer stark gesunkenen Kreditnachfrage kämpfen, da sich die Arbeitslosenzahlen nur langsam erholten.

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Aus diesem Grund wurde auch das Ergebnis der US-Wahlen bei vielen Marktteilnehmern mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Die Aussicht auf eine gegenseitige Blockade zwischen Demokraten und Republikanern ist einerseits vorteilhaft, da dadurch erst einmal die Befürchtungen einer Steuererhöhung vom Tisch sind. Gleichzeitig könnte dies jedoch auch negative Auswirkungen auf das sehnlich erhoffte nächste Konjunkturprogramm haben. Ohne dieses dürften viele Amerikaner Probleme bekommen, ihre Rechnungen und Kredite zu bezahlen.

2021 drohen geplatzte Kredite

Hierdurch dürfte die Gefahr geplatzter Kredite im kommenden Jahr nochmals steigen. Auch auf den europäischen Bankensektor könnten 2021 noch erhebliche Belastungen zukommen. Bisher sind die meisten Banken in Europa relativ unbescholten durch die Krise gekommen. Die enormen Unterstützungsprogramme der Regierungen haben dafür gesorgt, dass die befürchtete Pleitewelle unter Unternehmen bisher ausgeblieben ist. Spätestens im ersten Halbjahr 2021 könnte die Zahl der Pleiten jedoch erheblich zunehmen. Sobald die staatlichen Rettungsprogramme auslaufen, drohen bei einem nicht unerheblichen Teil der Unternehmen die Lichter auszugehen.

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Laut Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ist eine abermalige Bankenkrise aktuell zwar eher unwahrscheinlich. Gleichfalls dürfte nicht jedes Geldhaus unbeschadet aus der Krise hervorgehen. Sollten die dadurch entstehenden Belastungen zu groß werden, wäre Europa jedoch laut einem gemeinsamen Strategiepapier der Bertelsmann-Stiftung und des Thinktanks Jacques Delors Centre schlecht vorbereitet.
Lohnt sich aktuell ein Einstieg in den Banken-Sektor?

Für Anleger wirft die aktuelle Situation daher durchaus eine knifflige Fragestellung auf. Sollte sich die Konjunktur aufgrund der wirksamen Impfstoffe 2021 stärker erholen als erhofft, würden Finanztitel sicherlich zu den Gewinnern gehören. Gleichzeitig könnten vor allem in Europa aufgrund einer möglichen Pleitewelle noch erhebliche Probleme auf einzelne Banken zukommen. Einige Geldhäuser wie die Deutsche Bank oder die italienische Intesa Sanpaolo dürften hieraus unbeschadet hervorgehen. Hinter manch anderem Institut steht derzeit jedoch noch ein Fragezeichen.

Um das Verlustrisiko einzelner Aktien zu minimieren, würde sich in diesem Fall durchaus eine Investition in einen entsprechenden Banken-ETF empfehlen. Für die US-amerikanischen Banken würde sich der bereits erwähnte SPDR S&P U.S. Financials Select Sector UCITS ETF anbieten. Mit einer TER von 0,15 Prozent ist er relativ günstig zu haben. Der US-Finanzsektor ging bereits aus der vergangenen Finanzkrise stärker hervor als sein europäisches Gegenstück. Auch dieses Mal scheint man auf US-Seite besser gegenüber noch ausstehender Ausfälle gewappnet zu sein.

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Demgegenüber hat man sich in Europa während des bisherigen Krisenverlaufs durchaus bereit gezeigt, kriselnden Branchen mit massiven finanziellen Unterstützungen unter die Arme zu greifen. Dies könnte sich evtl. als ausreichend erweisen, um schwerwiegendere Verwerfungen im europäischen Finanz-Sektor zu vermeiden. In diesem Fall könnten Anleger durchaus darüber nachdenken, bereits frühzeitig in einen entsprechenden Banken-ETF einzusteigen.

Zu den stärksten Gewinnern zählt aktuell der iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF. Dieser bietet Anlegern Zugang zu den größten Banken der Eurozone. Mit der BNP Paribas, der Intesa Sanpaolo oder der Deutschen Bank befinden sich unter den Top-Positionen Banken, welche bisher sehr gut durch die Krise gekommen sind. Bei dem ein oder anderen Titel wie beispielsweise der Banco Santander hat die Krise jedoch auch tiefe Spuren hinterlassen.

Der SPDR S&P U.S. Financials Select Sector UCITS ETF im Überblick:

  • Name: SPDR S&P U.S. Financials Select Sector UCITS ETF
  • ISIN: IE00BWBXM500
  • WKN: A14QB1
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,15 %
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Auflagedatum: 07.07.2015
  • Fondsgröße: 231 Mio. EUR
  • Handelbar bei u.a.: Smartbroker*, Consorsbank*

Der iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF (DE) im Überblick:

  • Name: iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF (DE)
  • ISIN: DE0006289309
  • WKN: 628930
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,51 %
  • Ertragsverwendung: Ausschüttend
  • Auflagedatum: 25.04.2001
  • Fondsgröße: 879 Mio. EUR
  • Handelbar bei u.a.: Smartbroker*, Trade Republic*

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