Crash voraus? Darum werde ich meine Aktien garantiert nicht verkaufen

Unser Autor Philip Pau schreibt bei ETF Nachrichten über die Geldanlage mit Aktien und ETFs. Während aktuell viele Anleger einen Crash befürchten, sieht er dem gelassen entgegen. Im folgenden Beitrag erzählt er, warum er seine Aktien auch aktuell garantiert nicht verkaufen wird.
Das Corona-Jahr 2020 war kein Gewöhnliches. Trotz nahezu weltweitem Stillstand der Wirtschaft gab es an den Aktienmärkten eine unglaubliche Rallye. Aber klar – die Börse handelt die Zukunft. Doch sehen Anleger die Zukunft vielleicht so rosig? Sind weitere Rückschläge eingeplant und ist der Aktienmarkt wirklich für das Jahr 2021 gewappnet? Diese Fragen stellen sich nicht erst nach der deutlichen Korrektur im Technologiesektor. Dennoch werde ich auch trotz Warnzeichen meine Aktien nicht verkaufen und blicke freudig auf das Börsenjahr 2021 – da komme was wolle!

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Aktien vor Crash verkaufen? Toller Plan, großer Haken

Market Timing ist Spekulation – nicht mehr und nicht weniger. Der Grundgedanke klingt verständlich und überaus verführerisch. Man könne die Aktien und ETFs doch einfach vor dem Crash verkaufen und im Crash wieder zurückkaufen. Die Folge: Eine Rendite, die weit über dem Marktdurchschnitt liegt. Der schlaue Anleger verkauft vor dem Crash, während der dumme Anleger den Crash aussitzt – doch ist es wirklich so einfach?

Der Plan ist gut, die Umsetzung hat einen Haken. Schließlich funktioniert das Market Timing erwiesenermaßen nicht. Zwar sind die Kursbewegungen an den Börsen von stetigen Auf und Abs geprägt. Dennoch ist es niemals mit Sicherheit möglich, die Aktien direkt vor dem Crash zu verkaufen. Wer den falschen Zeitpunkt erwischt, verzichtet auf eine beträchtliche Rendite. Schließlich haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass nur wenige Tage im Jahr für die durchschnittliche Jahresperformance sorgen.

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Börsencrashs sind immer möglich

Bei einem Börsencrash handelt es sich um einen Einbruch des Aktienmarkts um mehr als 30 %. Kurseinbrüche an den Aktienmärkten sind völlig normal. Ohne Korrekturen oder Crashs gibt es keinen Aufwärtstrend. Typischerweise lassen sich die Bewegungen an der Börse so erklären, dass der Aktienmarkt immer drei Schritte vorwärts geht, um dann wieder zwei zurück zu fallen. Die Auslöser sind vielfältig – nahezu immer spielen die menschlichen Emotionen Gier und Angst eine wichtige Rolle. Entgegen der Auffassung vieler Crash-Gurus lassen sich derartige Kurseinbrüche jedoch nicht mit Sicherheit timen. Schließlich würde es keinen Crash mehr geben, wenn die Mehrheit der Anleger bereits im Voraus wüsste, dass die Kurse einbrechen.
Niemand hat eine Glaskugel

Darüber hinaus bin ich vollends der Überzeugung, dass niemand die Entwicklung am Aktienmarkt mit Sicherheit vorhersagen kann. Sicherlich gibt es den ein oder anderen Börsenguru und Aktienspezialisten, der mit all seiner Erfahrung die Zeichen der Zeit früher erkennt. Doch auch diese Experten irren. Beispielsweise hat Warren Buffett im Corona-Crash Cash gesammelt und Investitionen gemieden – ein Jahr später stehen die weltweiten Aktienmärkte deutlich über dem Corona-Tief. Ob der nächste Crash diese starke Hausse vollständig ausbügelt, scheint unwahrscheinlich.

Kein Crash ohne Erholung!

Die Geschichte hat eins gezeigt: Auf jeden Crash folgte eine stärkere Erholung. Nach dem Einbruch der Aktienkurse dauerte es meist nicht allzu lange, bis die Aktienmärkte auf neue Höchststände kletterten. Also warum sollte ich das Risiko des Market Timings eingehen, wenn meine Aktien und ETFs alsbald wieder auf höherem Niveau notieren.

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Langfristig gibt es nur eine Richtung!

Langfristig steigen die Kurse am Aktienmarkt. Dafür gibt es viele Gründe. Die Entwicklung der Menschen geht immer in eine Richtung: Schneller, besser und weiter. Technologische Innovationen und das Bevölkerungswachstum werden den Unternehmen auch in Zukunft steigende Gewinne bescheren. Die Menschen haben unendliche Bedürfnisse, die sich fortlaufend verändern. Unternehmen entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen, um immer etwas Neues zu bieten.

Zugleich sorgt die Inflation für steigende Preise, sodass Unternehmen höhere Preise vom Verbraucher verlangen können. Die Gewinnmarge der Unternehmen bleibt gleich, sodass Aktien zumindest die Inflation auch in Zukunft ausgleichen. Zudem sind die Kapitalmärkte der heutigen Zeit leichter zugänglich. Jeder kann mit kleinen Beträgen an der Börse investieren und somit am Wirtschaftswachstum partizipieren. Da es langfristig also weiter gen Norden geht, werde ich als langfristiger Anleger meine Aktien & ETFs nicht verkaufen.
Das Zusammenspiel von Risiko und Rendite

Die Geldanlage an der Börse geht mit einem gewissen Risiko einher. Schließlich ist dies der Preis der Rendite. Die jährliche Rendite ist eine Art Risikoprämie. Deshalb ist das Investieren an der Börse rentabler als andere Anlageklassen. Da das Risiko jedoch kurzfristiger Natur ist, mache ich mir keine großen Sorgen. Ob ein Crash in der ersten Jahreshälfte 2021, 2022 oder erst in einigen Jahren kommt, kann ich nur raten. Doch bei einem bin ich mir sicher – ich bekomme weiterhin eine Risikoprämie, um die kurzfristigen Schwankungen auszusitzen.

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Das richtige Verhalten vor und im Crash

Aus meinen Überlegungen lassen sich für mich nur zwei Schlüsse zum richtigen Verhalten vor und nach dem Crash ziehen. Vor dem Crash die Füße still halten und im Crash ordentlich nachkaufen!

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