Darum schlagen diese Cybersecurity-ETFs gerade den MSCI World

Cybersecurity gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Je stärker ein Unternehmen von Internet und IT abhängig wird, desto wichtiger wird es, sich adäquat vor der Bedrohung durch Cyberkriminalität zu schützen. Die schneller voranschreitende Digitalisierung beschleunigt diesen Prozess. Zwei Cybersecurity-ETFs konnten aufgrund dieser Tatsache zuletzt überzeugen.
Cybersecurity ETFs mit starker Performance

Mit dem L&G Cyber Security ETF und dem iShares Digital Security ETF gehörten in den vergangenen Monaten zwei ETFs mit einem spezifischen Fokus auf IT-Sicherheit und dem Schutz vor Cyberkriminalität zu den Gewinnern. Im Zwölfmonatsvergleich performte der ETF von L&G rund 14 Prozent besser als der MSCI World. Der iShares ETF performte immerhin noch um 6 Prozent besser.

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Beide ETFs haben einen thematisch relativ engen Fokus. Die in ihnen enthaltenen Unternehmen sind in erster Linie in drei Bereichen tätig: Netzsicherheit, digitale Sicherheit sowie der Umgang mit sensiblen Daten. Viele Experten sind sich darin einig, dass diese Unternehmensbereiche in den kommenden Jahren noch deutlich an Bedeutung hinzugewinnen werden.

Die neue digitale Welt

Digitalisierung und Vernetzung sind bereits seit Jahren viel diskutierte Themen. Über die vergangenen zwei Dekaden hat das Internet sowohl für die Wirtschaft wie auch das soziale Leben massiv an Bedeutung hinzugewonnen. Milliarden Menschen weltweit nutzen ein oder mehrere soziale Netzwerke. Der praktisch verzögerungslose Informationsaustausch ist mittlerweile in vielen Bereichen zu einem unverzichtbaren Bestandteil geworden.

Nicht zuletzt wegen der zahlreichen Beschränkungen aufgrund der derzeitigen Krise hat sich der Trend hin zur Digitalisierung der Arbeit in den vergangenen Monaten nochmals weiter beschleunigt. Die Cloud-Technologie und digitale Kommunikation ermöglichen es Mitarbeitern, überall auf der Welt auf digitaler Basis zusammenzuarbeiten und Daten zusammenzutragen, so als würden sie alle zusammen in einem Büro arbeiten.

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Hinzukommt, dass zahlreiche Bereiche der modernen Infrastruktur mittlerweile digital miteinander vernetzt sind. Konzepte wie die Smart City sollen in Zukunft dafür sorgen, dass sämtliche Aspekte des urbanen Lebens, vom öffentlichen Nahverkehr über die Gesundheitsversorgung bis zu Abwassersystemen, vernetzt werden und sich mittels künstlicher Intelligenz optimal aufeinander abstimmen und steuern lassen.

Bedeutung von Cybersicherheit wächst

Im Gleichschritt mit dieser Entwicklung schreitet jedoch auch die Cyberkriminalität voran. Die Angst vor Hackern kursierte bereits in den 90er Jahren. Das oftmals romantisierte Bild des jungen Freizeithackers, der sich einen Spaß daraus macht, sich in vermeintlich sichere Computersysteme zu hacken, trifft allerdings nur teilweise zu. Die größte Gefahr geht heutzutage von professionell organisierten kriminellen Banden aus, die entweder von sich aus groß angelegte Angriffe durchführen oder entsprechende Hacker-Tools und Programme entwickeln und diese anderen Kriminellen zur Verfügung stellen.

Ferner stellen keineswegs nur private Akteure eine Bedrohung dar. Viele der berüchtigtsten Hacker-Gruppen handeln im staatlichen Auftrag. Besonders Gruppierungen aus Russland und China ist es in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen, erfolgreich in die Systeme ausländischer Unternehmen und Infrastruktur einzudringen.
Das Risiko von Cyberkriminalität ist vielfältig

Die Gefahr, welche von Cyberkriminellen ausgeht, ist dabei durchaus vielschichtig. Am besorgniserregendsten ist dabei die Gefahr eines gezielten Angriffs auf Teile des Internets, die Stromversorgung, Krankenhäuser oder andere Infrastrukturelemente eines Landes. Durch einen gezielten Angriff ließen sich durchaus weite Teile der Infrastruktur einer Nation über Tage hinweg lahmlegen.

Doch auch für Unternehmen stellen Cyberkriminelle eine erhebliche wirtschaftliche Gefahr dar. Zum einen laufen innovative und technisch führende Unternehmen ständig Gefahr, Opfer von Wirtschaftsspionage zu werden. Besonders kleinere Unternehmen, die nicht in der Lage sind, sich große IT-Abteilungen zu leisten, sind hierbei vielfach eine leichte Beute. Laut Berichten wurde in der Vergangenheit bereits jedes dritte kleine oder mittlere Unternehmen innerhalb Deutschlands mindestens einmal Opfer von Wirtschaftsspionage. Der langfristige wirtschaftliche Schaden hierdurch lässt sich kaum beziffern.

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Mangelnde IT- und Datensicherheit kann sich jedoch auch ohne einen externen Hackerangriff durchaus negativ für ein Unternehmen auswirken. Strenger werdende Datenschutzrichtlinien können dazu führen, dass Unternehmen für den laxen Umgang mit Nutzerdaten teils empfindlich bestraft werden. Auch die Gefahr eines Reputationsverlustes bei Verbrauchern kann hierdurch ganz erheblich sein.

Die Nachfrage nach Cybersecurity wächst

Unternehmen, welche sich auf verschiedene Aspekte der Cybersecurity spezialisieren, dürften in den kommenden Jahren die großen Nutznießer dieser Entwicklung sein. Bereits in den vergangenen Monaten ist die Nachfrage nach unterschiedlichen digitalen Sicherheitsleistungen stark gewachsen. Grund hierfür war der starke Anstieg von Cyberkriminalität in 2020. Viele Kriminelle sahen in der ruckartigen Digitalisierung vieler Prozesse in der Wirtschaft eine Chance, um sich auf Kosten unvorbereiteter Unternehmen und Privatpersonen zu bereichern.

Laut dem Forschungsunternehmen Cybersecurity Ventures dürften sich die Ausgaben für Cybersicherheit in den kommenden Jahren pro Jahr um 12 bis 15 Prozent erhöhen. Kurz- bis mittelfristig soll sich diese Branche entsprechend in einen Milliardenmarkt verwandeln. Für Anleger bietet sich hierdurch eine Chance.
Mit ETFs von wachsenden Trend Cybersicherheit profitieren

Als erster ETF seiner Art wurde der L&G Cyber Security ETF 2015 aufgelegt. Er beinhaltet rund 50 Unternehmen, die sich auf bestimmte Aspekte der Cybersicherheit konzentrieren. Zum einen handelt es sich dabei um Software- bzw. Hardware-Unternehmen. Zusätzlich berücksichtigt der zugrunde liegende Index auch Dienstleistungsunternehmen, welche sich auf Beratungen zum Thema IT- und Datensicherheit spezialisiert haben.

Als Konkurrenz hierzu wurde 2018 der iShares Digital Security ETF aufgelegt. Dieser deckt das Thema Cybersicherheit etwas breiter ab als das Produkt von L&G. Insegsamt 130 Unternehmen enthält sein zugrunde liegender Index. Der L&G ETF reinvestiert seine Erträge. Auch der iShares ETF ist thesaurierend. Allerdings hat iShares gleichzeitig mit dem Thesaurierer noch einen baugleichen ETF aufgelegt, welcher seine Erträge an Anleger ausschüttet. Dieser ist jedoch nicht ansatzweise so beliebt wie sein Gegenstück. Das Fondsvolumen beläuft sich gerade einmal auf 22 Mio. Euro.

Was die Performance anbelangt, vermag der L&G Cyber Security ETF derzeit mehr zu überzeugen. Seit seiner Auflage kann er eine jährliche durchschnittliche Performance von 14,5 Prozent vorweisen. Der Konkurrent von iShares kommt diesbezüglich lediglich auf rund 9,8 Prozent. Hinsichtlich der Kosten hat iShares mit einer TER von 0,40 Prozent jedoch die Nase vorn. Der Fonds von L&G kostet hier mit 0,75 Prozent nochmals spürbar mehr.

Der L&G Cyber Security UCITS ETF im Überblick

  • Name: L&G Cyber Security UCITS ETF
  • ISIN: IE00BYPLS672
  • WKN: A14ZT8
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,75 %
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Auflagedatum: 23.09.2015
  • Fondsgröße: 1.461 Mio. EUR

Der iShares Digital Security UCITS ETF im Überblick

  • Name: iShares Digital Security UCITS ETF
  • ISIN: IE00BG0J4C88
  • WKN: A2JMGE
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,40 %
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Auflagedatum: 07.09.2018
  • Fondsgröße: 600 Mio. EUR

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