Das solltest du aus dem erfolgreichstem Finanzbuch der Welt mitnehmen

1997 veröffentlichten Richard Kiyosaki und Sharon Lechter ihr erstes Buch. Es sollte das wohl erfolgreichste Buch zum Thema private Finanzen und finanzielle Erziehung überhaupt werden. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Lektionen, welche die beiden Autoren ihren Lesern mit auf den Weg geben.
Eine Geschichte von zwei Vätern

In ihrem Buch Rich Dad, Poor Dad* gehen Richard Kiyosaki und Sharon Lechter der Frage nach, weshalb es den meisten Reichen gelingt, reich zu bleiben oder sogar noch reicher zu werden, während die meisten Armen ihr Leben lang arm bleiben. Ihre Antwort darauf ist eindeutig: Reiche Eltern bringen ihren Kindern bereits frühzeitig den richtigen Umgang mit Geld bei. Arme Eltern hätten dies hingegen meistens nie gelernt und könnten es daher auch nicht an ihre Kinder weitergeben.

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Kiyosaki selbst kommt im Buch immer wieder auf sein eigenes Leben zurück. Er schreibt dabei von seinen beiden Vätern, welche auch titelgebend für das Buch sind. Sein eigener leiblicher Vater hatte ihn immer dazu ermuntert, nach der Schule zu studieren, um später einen guten Job ausüben zu können. Sein reicher Vater hielt einen zusätzlichen Studienabschluss hingegen für unnötig. Stattdessen lehrte er ihn, wie man richtig mit Geld umgeht und was nötig ist, um ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen.

Kiyosaki berichtet, dass sein leiblicher Vater trotz steigendem Gehalt immer mehr arbeiten musste, um seine Kosten zu decken, während es sich bei seinem reichen Vater genau umgekehrt verhielt. Anstatt selbst für sein Geld zu arbeiten, ließ er sein Geld und seine Angestellten für sich arbeiten und hatte dadurch mehr Zeit für seine Familie und seine Interessen.

Aus diesen Erfahrungen entwickelt Kiyosaki in den folgenden Kapiteln des Buchs eine Reihe von grundlegenden Lektionen und Weisheiten, welche seiner Meinung nach jedem dabei helfen können, selbst finanziell unabhängig zu werden. Die Grundannahme der beiden Autoren ist dabei, dass jeder Mensch die gleichen Chancen hat. Der Unterschied liege in erster Linie darin, wie man diese Chancen nutze.

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Finanziell frei sein bedeutet, das eigene Geld für sich arbeiten zu lassen

Eine der grundlegenden Lektionen, auf welche Kiyosaki in Rich Dad, Poor Dad* immer wieder zurückkommt, ist die Tatsache, dass arme Menschen für Geld arbeiten, während reiche Menschen ihr Geld für sich arbeiten lassen. Dies ist für den Autor der entscheidende Faktor, ob jemand finanziell frei ist oder nicht.

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Um eben diese finanzielle Freiheit für sich zu erlangen, ist es wichtig, sich vom eigenen Geld entsprechende Vermögenswerte anzuschaffen. Das Hauptproblem bei vielen armen Menschen ist, dass ihr Job ihre einzige Einnahmequelle ist. Dieser nimmt einen signifikanten Teil ihrer täglichen Zeit in Anspruch. Dadurch sind sie von dieser einen Einnahmequelle abhängig. Zwar kann man auch mehr als einen Job ausüben. Allerdings wird dieses zusätzliche Einkommen mit noch weniger verfügbarer Zeit erkauft.

Kiyosaki hebt in Rich Dad, Poor Dad* hervor, dass der wichtigste Schritt zum Aufbau eines Vermögens der Erwerb von Vermögenswerten ist, welche auch tatsächlich zusätzliche Einnahmen generieren. Wem es gelingt, sein eigenes Geld für sich arbeiten zu lassen, wird dadurch nicht nur reicher, sondern erkauft sich auch ein Stück Freiheit.
Man muss den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kennen

Auf diesen Punkt aufbauend wird eingehend behandelt, was der Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist. Einer der zentralen Punkte von Rich Dad, Poor Dad* ist, dass viele Arme Verbindlichkeiten kaufen, in der fehlgeleiteten Annahme, es handele sich dabei um Vermögenswerte. Wer jedoch finanziell erfolgreich sein will, muss den Unterschied zwischen diesen beiden Dingen unbedingt kennen.

Die Definition innerhalb des Buches ist dabei relativ simpel. Verbindlichkeiten sind Dinge, die deutlich mehr kosten, als sie einbringen. Als Vermögenswert gilt hingegen alles, was Einnahmen generiert. Als Beispiel nennt Kiyosaki teure Autos oder Boote. Viele Menschen sind davon überzeugt, dass es sich hierbei um Vermögenswerte handelt, da sie relativ teuer sind und einen inhärenten Wert haben. Allerdings bringen beide kein Geld ein. Tatsächlich sind ihr Besitz und Unterhalt jeweils mit erheblichen Kosten verbunden. Wer sich derartige Dinge anschafft, verringert das eigene Vermögen langfristig gesehen also eher.

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Im Gegensatz dazu generieren Vermögenswerte in regelmäßigen Abständen weitere Einnahmen. Daher zählen laut Kiyosaki in erster Linie Dinge wie Aktien, Anleihen oder Immobilien zu dieser Kategorie. Auch Dinge, welche im Laufe der Zeit im Wert steigen können wie z. B. Edelmetalle oder bestimmte Sammlungen können als Vermögenswerte angesehen werden. Kiyosaki argumentiert, dass es zwingend notwendig ist, den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu kennen, wenn man dauerhaft finanziell erfolgreich sein will.

Finanzielle Bildung ist wichtig

Aus genau diesem Grund hebt Rich Dad, Poor Dad* auch beständig hervor, wie wichtig eine ausreichende finanzielle Bildung ist. Dazu gehört selbstverständlich nicht nur das Wissen ob des Unterschieds zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Es ist auch wichtig zu wissen, wie man die eigenen Einnahmen richtig verwaltet. Steuern und Finanzen dürfen keine lästigen Pflichten sein, um welche man sich höchstens einmal im Jahr kümmert, weil es unbedingt sein muss. Stattdessen muss man bereit sein, sich aktiv mit der Materie auseinanderzusetzen.

Eine der Lektionen des Buches lautet, man solle arbeiten, um zu lernen, nicht um Geld zu verdienen. Das eigene Wissen und die eigenen Fähigkeiten sind im Leben von enormer Bedeutung. Sie erlauben es, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu beschreiten. Hierbei denkt Kiyosaki jedoch nicht unbedingt an berufliche Ausbildungen und Abschlüsse, obwohl auch diese sich durchaus auszahlen können. Vielmehr geht es ihm darum, das moderne System aus Geld, Steuern und Vermögenswerten richtig navigieren zu können.
Selbstständigkeit zahlt sich aus

Gleichfalls unterstreicht der Autor jedoch, dass es wichtig ist, im Berufsleben den eigenen Interessen zu folgen und sich in den Bereichen, in denen man besonders gut ist, weiter zu verbessern. Damit versetzt man sich langfristig in die Lage, ein eigenes Unternehmen zu gründen und aus der vordersten Reihe der Arbeiter zurückzutreten. Wer Angestellte für sich arbeiten lässt, lässt letzten Endes auf Umwegen auch das eigene Geld für sich arbeiten.

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Auf dem Weg zur Selbstständigkeit müssen dabei zwar zahlreiche Hürden überwunden werden. Allerdings sollte man niemals davor zurückschrecken, bloß weil das Unterfangen schwierig erscheint. Man wächst an den Hindernissen, welche man überwindet. Wer es schafft, sein eigener Boss zu werden, kann sich dadurch einen Grad an Freiheit und Unabhängigkeit leisten, welcher zuvor kaum möglich war.

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Reich werden allein reicht nicht

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Büchern über den Vermögensaufbau vertritt Kiyosaki in Rich Dad, Poor Dad* die Ansicht, dass ein hohes Einkommen und der Aufbau eines Vermögens alleine langfristig gesehen nicht ausreichen. Eine der größten Schwierigkeiten ist es, das eigene Vermögen über einen längeren Zeitraum hinweg auch beisammenzuhalten. Wer es zu einem Vermögen gebracht hat, nur um dann alles mit beiden Händen auszugeben, wird nicht lange reich bleiben.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass man grundsätzlich vor teuren Dingen wie Autos, Yachten und großen Villen zurückschrecken sollte. Allerdings hebt der Autor immer wieder hervor, dass es am Ende des Tages nicht darauf ankommt, wie viel Geld man einnimmt, sondern darauf, wie viel Geld man behalten kann. Diese Lektion ist wichtig, vollkommen unabhängig davon, wie hoch das eigene Einkommen ist.

Rich Dad, Poor Dad* hebt hervor, dass Sparen nichts mit Armut zu tun hat. Dafür zu sorgen, dass man möglichst viel von dem, was man verdient, auch wirklich behält, gehört zu den wichtigsten Grundsteinen auf dem Weg hin zur finanziellen Freiheit. Wer Geld zurückbehält und dies in entsprechende Vermögenswerte anlegt, bezahlt sich letzten Endes selbst.

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