Deutsche Bank Umfrage: Blasenbildung bei Bitcoin und Tesla

Kürzlich machte eine Umfrage der Deutschen Bank (WKN: 514000) die Runde. Der US-Sender CNBC gab bekannt, dass die Deutsche Bank über 600 Experten für den Finanz- und Aktienmarkt zur aktuellen Situation befragt habe. Die absolute Mehrheit der Befragten kam zu einem Ergebnis: Der Aktienmarkt bewegt sich zunehmend auf eine Blase zu. Die Blasenbildung ist in vollem Gange. Allerdings können sich Anleger eines MSCI Worlds weiterhin entspannt zurücklehnen. Denn die Experten sind keinesfalls der Auffassung, dass der ganze Aktienmarkt in naher Zukunft crashen wird. Vielmehr sehen diese ein erhöhtes Risiko bei bestimmten Aktien und Assets.
Entsteht eine Bitcoin-Blase?

Der Bitcoin-Kurs kannte in den letzten Wochen keine Limits. In den letzten drei Monaten hat sich der Kurs verdreifacht. Im Dezember 2020 begann die große Bitcoin-Rallye. Von unter 15.000 Euro bis über 35.000 Euro im Februar 2021 – das hätte wohl kaum ein Anleger Weihnachten 2020 gedacht. Erst kürzlich gab es einen erneuten Kurssprung, nachdem sich Elon Musk erneut zur bekanntesten Kryptowährung der Welt bekannte. Für 1,5 Milliarden Euro soll Tesla (WKN: A1CX3T) Bitcoin gekauft haben. Zudem erwähnt Musk, den Kauf eines Teslas mit Bitcoin zu ermöglichen.

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Bereits einige Wochen zuvor gab es die Deutsche Bank Umfrage zur Blasenbildung an den Märkten. Zwischen dem 13. und 15. Januar äußerten sich die Experten dahingehend, dass die Bitcoin-Blase immer größer wird. Über die Hälfte der Befragten gaben dem Bitcoin eine 10. Dies bedeutet: Starker Verdacht einer Blase. Fast vier Wochen später steht der Bitcoin weitere 30 % höher. Die Meinung der Experten dürften sich demnach nicht geändert haben.

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Amerikanische Technologie-Aktien überteuert?

In der Corona-Pandemie 2020 griffen Anleger verstärkt bei Technologie-Unternehmen zu. Kein Wunder! Schließlich brachte die Pandemie manch ein traditionelles Geschäftsmodell in Bredouille, während sich die Online-Giganten über steigende Umsätze freuen konnten. Dennoch sind viele Unternehmen ihrem Kurs vorausgeeilt. Bei der Umfrage der Deutschen Bank gab es für die US-Technologiewerte eine Bewertung von 7,9. Über 80 % der Befragten gaben den Tech-Aktien zumindest eine 7. Nachdem viele Aktien der Realität vorausgeeilt sind und auf neuen Höchstständen notieren, ist eine Blase entstanden – zumindest nach Auffassung vieler Experten.

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Teslas hohe Bewertung

In drei Jahren zum Tenbagger – dieses Meisterstück hat Tesla vollzogen. Allein im letzten Jahr gab es ein Kurswachstum von über 700 %. Bei den Befragten gibt es ein klares Urteil: Anleger preisen viel Zukunftsfantasie in das Unternehmen von Elon Musk ein. Die Blasenbildung ist weit fortgeschritten. Folglich sehen es die Anleger als wahrscheinlicher, dass sich Teslas Aktienkurs im nächsten Jahr eher halbiert als verdoppelt.

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Blase da, Crash voraus?

Doch viele Anleger stellen sich nun die Frage, welche Schlussfolgerung sie aus der Umfrage ziehen sollen. Ob es an den Aktienmärkten eine Blase gibt oder nicht, muss jeder Anleger für sich beantworten. Für passive ETF-Anleger hat die Antwort auf diese Frage keine Bedeutung. Diese sollten tunlichst den Finger vom Market-Timing lassen und weiter in den Aktienmarkt investieren. Schließlich haben die weltweiten Börsen bis jetzt noch jeden Crash zeitnah aufgeholt – mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich diese Geschichte wiederholen.

Wer die Warnzeichen sieht und die Lage als zu bedrohlich einschätzt, kann seine Sparrate reduzieren. Dennoch sollten sich Anleger eins vor Augen führen. Eine Blasenbildung bedeutet nicht zugleich, dass die Aktienkurse zeitnah einbrechen. Vielmehr kann die Blase weiter wachsen – wer frühzeitig den Ausstieg wählt, verzichtet wohlmöglich auf weitere Kursanstiege.

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