Dieser Social Media ETF hat Potential

Egal ob Facebook, Twitter oder Instagram: Soziale Medien haben unsere Welt mittlerweile praktisch vollkommen durchdrungen. Gleichfalls schlummert in der Welt der Social Media nach wie vor ein riesiges ungenutztes Potenzial. Die Giganten der Branche intensivieren ihr Bestreben, sich ihre gewaltigen Nutzerzahlen via Monetarisierung zu vergolden. Ein ETF könnte Anlegern die Möglichkeit bieten, davon zu profitieren.
Die ganze Welt in ein paar Klicks

Ein Blick auf die Nutzerzahlen der größten Social Media Giganten macht deutlich, wie sehr das moderne Miteinander mittlerweile von digitalen Netzwerken durchdrungen ist. Fast 1,9 Milliarden Menschen weltweit nutzen Facebook. Immerhin noch 600 Millionen Menschen sind auf Instagram unterwegs. Twitter verzeichnet im Monat 330 Millionen aktive Nutzer. Auf Chinas beliebtestem Messenger-Dienst WeChat sind es täglich sogar 960 Millionen.

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Social Media haben eine ungeheure Reichweite entwickelt. Die Profile und Meinungen von Milliarden von Menschen weltweit sind nur noch ein paar Klicks voneinander entfernt. Giganten der Branche wie Facebook oder Tencent gehören zu den größten Unternehmen der Welt.
Ein ETF für Social Media

Mit dem Global X Social Media ETF (SOCL) existiert mittlerweile ein ETF, welcher es Anlegern erlaubt, von genau dieser Entwicklung zu profitieren. Der Fokus des ETF ist dabei der Solactive Social Media Total Return Index. Dieser bildet die Aktienperformance von bis zu 50 Unternehmen im Bereich Soziale Medien, Filesharing und anderen Web-basierten Medienapplikationen ab. Die Gewichtung orientiert sich dabei an der jeweiligen Marktkapitalisierung im Streubesitz. Mit SOCL können Anleger auf den Erfolg eines breiten Warenkorbs unterschiedlicher Firmen aus der Welt der digitalen Netzwerke setzen.

Die Top10 Positionen:

  1. Tencent
  2. Facebook
  3. Naver
  4. Twitter
  5. Netease
  6. Snap
  7. Spotify
  8. Baidu
  9. Alphabet
  10. Yandex

Wachstum jenseits von Nutzerzahlen

Dass die sozialen Medien bei den Nutzerzahlen seit Jahren große Zuwächse verzeichnen können ist kein Geheimnis. Doch um dauerhaft erfolgreich zu sein, muss jedes Unternehmen in dieser Branche früher oder später einen Weg finden, die eigenen Nutzerzahlen in Profit zu verwandeln. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick auf Twitter. Trotz rasant wachsender Nutzerzahlen schaffte es der US-Konzern erst knapp zwölf Jahre nach der Gründung, erstmals einen Gewinn zu erzielen.

Weil Social Media Plattformen von ihren Nutzern kostenlos genutzt werden können, müssen sich die Unternehmen alternative Möglichkeiten einfallen lassen, um Umsatz zu generieren. Üblicherweise geschieht dies über Werbung. Ein entscheidender Vorteil, den große Unternehmen wie Facebook oder Alphabet hierbei haben, sind die Unmengen an Informationen, welche Sie von jedem Einzelnen ihrer Nutzer sammeln können. Je präziser das Nutzerverhalten und die Vorlieben einer bestimmten Person oder Personengruppe bekannt sind, desto maßgeschneiderter können die geschalteten Werbeanzeigen sein. Diese zielgerichtete Werbung lassen sich Unternehmen eine Menge kosten. Das Einnahmepotenzial für die Plattformbetreiber ist dementsprechend groß.
Entsprechend groß ist auch das Bestreben der unterschiedlichen Social Media Unternehmen, den Umsatz, welchen sie im Durchschnitt durch ihre Nutzer erhalten, zu steigern. 2019 wuchs der Umsatz im Schnitt um 17 Prozent. Dem stand ein Wachstum bei den Nutzerzahlen von 11 Prozent gegenüber. In Anbetracht der Tatsache, dass eine stetig wachsende Zahl an Unternehmen Social Media als wichtigen Grundstein ihrer Marketingkampagnen ansieht, erscheint ein weiteres Wachstum des Umsatzes durch Werbeeinnahmen sehr wahrscheinlich.

Ein nicht zu unterschätzendes Zugpferd ist hierbei der chinesische Markt. Chinesische Social Media wie WeChat und Baidu spielen im Leben der Bürger der Volksrepublik eine noch größere Rolle als im Rest der Welt. Auch der Grad der Monetarisierung ist von Konzernen wie Tencent bereits deutlicher weiter vorangetrieben worden. Möglich wird dies durch die größere Bereitschaft der chinesischen Nutzer, ihre Käufe online und mit dem Handy abzuwickeln, sowie ein mangelndes Bewusstsein für Datenschutz.

Eine Frage der Diversifizierung

Es liegt in der Natur eines derartig spezialisierten ETFs wie SOCL, dass Anleger damit ein höheres Risiko eingehen, von den negativen Entwicklungen in einer bestimmten Branche in Mitleidenschaft gezogen zu werden. In dieser Hinsicht weist SOCL sowohl Stärken wie auch Schwächen auf. Ein großer Pluspunkt ist, dass nicht nur die großen US-Unternehmen abgebildet werden. Auch bedeutende Social Media Unternehmen in den Emerging Markets werden entsprechend berücksichtigt. Dies ist insofern von gesteigerter Bedeutung, als dass sich die weitere Entwicklung im Bereich der Monetarisierung in den einzelnen Weltregionen durchaus unterschiedlich entwickeln könnte. Während es beispielsweise unwahrscheinlich ist, dass Datenschutz in China auf absehbare Zeit an Bedeutung gewinnen wird, könnten strengere Vorschriften diesbezüglich westlichen Unternehmen einen Strich durch die Rechnung machen. Bestes Beispiel hierfür ist YouTube. Als Reaktion auf eine Untersuchung der FTC, wegen einer möglichen Verletzung der COPPA-Richtlinien seitens YouTube, musste die Plattform die gezielte Werbung für einen Teil ihrer Videos deaktivieren.
Ein Blick auf YouTubes Mutterkonzern Alphabet, welcher ebenfalls Teil des Solactive Social Media Total Return Index ist, zeigt jedoch einen weiteren Pluspunkt von SOCL. Ein Teil der abgebildeten Unternehmen weißt auch außerhalb des Social Media Sektors eine signifikante Geschäftstätigkeit auf. Fehlentwicklungen können hierdurch zumindest zum Teil ausgeglichen werden.

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Der größte Schwachpunkt von SOCL ist hingegen die große Dominanz einiger weniger Unternehmen im abgebildeten Index. Die Top 10 Beteiligungen machen zusammen bereits über zwei Drittel des Gesamtanteils aus. Negative Kursentwicklungen bei einigen wenigen dieser Unternehmen könnten daher bereits zu unvermittelt großen Kursschwüngen des SOCL führen.

Eine gute Ergänzung im Technologiebereich

SOCL ist ein stark spezialisierter ETF. Die Branche, die er abbildet, befindet sich nach wie vor auf Wachstumskurs. Dies zeigt nicht zuletzt ein Blick auf die Kursentwicklung der vergangenen Jahre. Selbst mit dem Einbruch infolge der Pandemie weißt der 5-Jahres Kurs noch immer ein Plus von über 40 Prozent auf. Gleichzeitig geht mit der starken Konzentration auf einige wenige Unternehmen in einer einzigen Branche die Gefahr einer höheren Volatilität einher. Als Teil eines breiter aufgestellten Portfolios, welches einzelne Unsicherheiten abfedern kann, ist SOCL jedoch eine hochgradig interessante Option.

Der  Social Media ETF im Überblick:

Name: Global X Social Media ETF
ISIN: US37950E4162
Laufende Kosten (TER): 0,65 %
Unternehmen: 41


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