Fünf deutsche Aktien, die 2021 überraschen könnten

Das Jahr 2020 war geprägt von der Corona-Krise. Im Zuge der Covid-19-Pandemie fielen im März des Jahres die weltweiten Aktienmärkte deutlich. Dies trifft auch auf den deutschen Leitindex zu, der von weit über 13.000 auf ca. 8500 Punkte fiel. Auf den ersten Schock folgte die starke Erholung. Trotz Pandemie, hohen Fallzahlen und wirtschaftlicher Ungewissheit notiert der DAX im Dezember 2020 bei über 13.000 Punkten. Auf Jahressicht hat dieser die Verluste beinahe aufgeholt. Die Zeichen der Zeit stehen gut – fast alle Banken und Analysten erwarten eine Fortsetzung der Rallye im Jahr 2021 und einen starken Bullenmarkt. Doch welche deutschen Aktien könnten im Jahr 2021 besonders überraschen und sich überdurchschnittlich gut entwickeln? Hier kommen fünf Ideen.
1. Fresenius SE (WKN: 578560)

Das deutsche Unternehmen aus dem Bereich Medizintechnik und Gesundheit könnte im Jahr 2021 eine der Überraschungen sein. Fresenius SE beschäftigt sich mit dem Betrieb von Krankenhäusern, der Herstellung von Dialyse-Produkten durch die Beteiligung am Tochterunternehmen Fresenius Medical Care und dem Angebot von Gesundheitsdienstleistungen. Seit dem Corona-Crash im März haben sich die Anteilsscheine nur mäßig erholt – im Dezember 2020 notieren die Aktien noch 25 % unter dem Januar-Niveau.

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Das Unternehmen Fresenius SE dürfte sich insbesondere bei Dividenden-Investoren großer Beliebtheit erfreuen. Schließlich handelt es sich um einen Dividendenaristokraten der ersten Güteklasse. CEO Stephan Sturm kündigte jüngst an, dass die Aktiengesellschaft 2021 auf Wachstumskurs zurückkehren wird. Zudem scheinen die langen Erfolgsaussichten intakt – Dienstleistungen im Bereich Gesundheit werden mit der demographischen Entwicklung immer wichtiger. Bei einem KUV von unter 1 ist der Dividendenaristokrat günstig bewertet. Seit 27 Jahren erhöht das Unternehmen die Gewinnausschüttung und kann somit langfristig passives Einkommen generieren. Gepaart mit dem Kurspotential könnte das kommende Jahr eine lukrative Chance bieten.
2. Zalando (WKN: ZAL111)

Zalando ist ein deutscher Online-Versandhändler für Mode und Schuhe, der 2008 gegründet wurde. 2014 fand der IPO des Unternehmens statt. Seit dem Börsengang hat sich der Aktienkurs verdoppelt – allein im Jahr 2020 beträgt die Rendite über 80 %. Zalando ist einer der Krisengewinner und kann vom Trend zu mehr Onlinebestellungen profitieren. Dabei dürfte auch im kommenden Jahr die Corona-Pandemie andauern und die Verbraucher zu mehr Bestellungen im Internet motivieren.

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Dass die Konsumenten auf den Komfort einer Online-Bestellung anschließend verzichten wollen, scheint unwahrscheinlich. Die Wachstumsraten im Jahr 2020 versprechen Großes – im dritten Quartal stieg der Umsatz um über 20 %. Wenn diese Entwicklung anhält, dürften die Kurse weiter steigen. Mit einem KGV von fast 200 sollten Anleger jedoch die Wachstumsraten im Blick behalten.

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3. Kion Group (WKN: KGX888)

Die Kion Group AG ist ein deutscher Hersteller von Lagertechnik und Logistik-Systemen. Dabei gehört die Kion Group zu den größten Herstellern der Welt – in Europa ist die Aktiengesellschaft sogar der Marktführer. Im Juni 2013 entschieden sich die Verantwortlichen für den Börsengang des Unternehmens aus Frankfurt am Main. Mittlerweile beträgt die Marktkapitalisierung über acht Milliarden Euro. Mit einem KUV von unter 1 gilt der Lagertechnik-Anbieter als unterbewertet. Kürzlich musste Kion im Zuge einer Kapitalerhöhung einen deutlichen Kursrückgang verkraften. Allerdings wollen die Verantwortlichen das frische Kapital einsetzen, um langfristig weitere Wachstumsmärkte zu erschließen. Mit dem E-Commerce-Trend bedarf es immer mehr Lager- und Logistiklösungen, um die Supply Chain zu optimieren. Automatisierung und Digitalisierung sind weitere Trends, auf die die Kion Group AG bei ihrem innovativen Angebot setzt. So gehören beispielsweise smarte Flurförderzeuge zum Angebot des hessischen Unternehmens.
4. Varta (WKN: A0TGJ5)

Das deutsche Unternehmen Varta blickt auf eine jahrhundertelange Tradition. Bereits 1887 wurde das Unternehmen in Eilwangen gegründet und gehört heute zu den führenden Batteriekonzernen. Kabellose Produkte sind voll im Trend. Dies bedeutet, dass die Hersteller von Hardware immer mehr Akkus und Batterien benötigen – ein Gewinner dieses Trends ist Varta. Im Jahr 2020 konnte der Batteriehersteller den Umsatz um über 150 % steigern. Dies dürfte sich auch im Jahr 2021 nicht ändern – Varta möchte dann die Milliarden-Grenze beim Umsatz knacken und weiter wachsen. Im laufenden Jahr konnte die Kurs-Performance übrigens nicht überzeugen. Im Dezember notiert Varta ca. 10 % unter dem Januarkurs.

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5. Encavis (WKN: 609500)

Ein weiterer Überraschungskandidat für das Jahr 2021 könnte das deutsche Unternehmen Encavis sein. Die Encavis AG ist aktuell im deutschen SDAX gelistet. Die Aktiengesellschaft ist im Bereich Erneuerbare Energien tätig und könnte somit vom Megatrend Nachhaltigkeit profitieren. Das Unternehmen investiert in Solarparks und Windkraftanlagen. Dabei setzt das Unternehmen auf fertige Projekte und bereits vorhandene Anlagen. Als eine der grünen Hotstocks haben sich die Encavis-Aktien im laufenden Jahr beinahe verdoppelt. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, Erneuerbare Energien zu einer nachhaltigen Energieform zu machen, die die Bedürfnisse der Menschheit befriedigen kann.

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In den ersten neun Monaten des Jahres beträgt das Umsatzwachstum ca. 5 %. Mit Bekanntgabe der Quartalszahlen bestätigten die Verantwortlichen die Prognose für das Jahr 2020. 2021 soll der Gewinn pro Aktie um über 10 % auf 0,46 Euro steigen. Durch den zunehmenden Fokus auf nachhaltige Energien könnte Encavis noch stärker wachsen, obgleich bei einem KUV von über 8 und einem KGV im dreistelligen Bereich einige Erwartungen eingepreist scheinen.

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