Inflationsrate steigt sprunghaft an – Was Anleger jetzt wissen sollten

Zum Jahresbeginn drehte die Inflationsrate im Euroraum wieder ins Plus. Auch an den Finanzmärkten hat die Inflationserwartung wieder spürbar zugenommen. Doch was genau bedeutet dies für Anleger?
Im Januar stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent. Verantwortlich hierfür waren vor allem die steigenden Energiepreise. Doch auch die Preise bei vielen Industriegütern zogen zuletzt um rund 1,4 Prozent an. Die Dienstleistungen verteuerten sich um den gleichen Prozentsatz. Zwar ist das Inflationsniveau nach wie vor vergleichsweise niedrig. Allerdings handelte es sich um den stärksten Anstieg seit 10 Jahren.

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Auch die Inflationserwartungen an den Finanzmärkten sind seit Jahresbeginn spürbar gestiegen. Der Five-Year-Five-Year-Forward, ein Barometer für langfristige Inflationserwartungen, stieg auf 1,3578 Prozent. Zuletzt erreichte das Barometer einen ähnlichen Stand im Mai 2019. Demnach müssten Anleger zwischen 2026 und 2031 damit rechnen, dass es an der Börse zu einer Teuerung um durchschnittlich 1,35 Prozent im Jahr kommt.
Nicht alle Aktien schützen vor Inflation

Die Angst vieler Investoren ist, dass die nach wie vor sehr lockere Geldpolitik einen weiteren sprunghaften Anstieg der Inflation begünstigen könnte. Dies hätte auch Auswirkungen auf den Anlagemarkt. Doch welche Wertpapiere wären hiervon am stärksten betroffen?

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Normalerweise kommt Aktien eine höhere Inflation entgegen. Die höheren Renditen am Aktienmarkt machen ihn für viele Sparer deutlich attraktiver als andere Anlagemöglichkeiten, deren Renditen nicht länger mit der steigenden Inflation mithalten können. Allerdings profitieren nicht alle Aktien gleichermaßen von einer stark steigenden Inflation.

Einfach heruntergebrochen lässt sich feststellen, dass Growth- und Value-Titel unterschiedlich stark von einer anziehenden Inflation betroffen sind. Value-Aktien schneiden dabei üblicherweise besser ab.

Inflation hemmt Investitionen und somit Wachstum
Gerade Wachstumsunternehmen sind auf ständige Investitionen angewiesen, um stets auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben und ihre Kapazitäten auszubauen. Da die Zentralbanken einer stark steigenden Inflation jedoch durch eine Erhöhung der Zinsen beizukommen versuchen, werden Investitionen zunehmend teurer. Dadurch wird weiteres Wachstum gehemmt. Value-Aktien fahren in einer solchen Hochzinsumgebung hingegen traditionell besser.

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Besonders marktführende Unternehmen mit bekannten Markennamen und einem großen Burggraben können meist weitaus besser mit einer hohen Teuerungsrate umgehen als kleinere Unternehmen, die vor allem auf Expansion ausgerichtet sind. Nicht nur ist ihr Investitionsbedarf meist niedriger. Aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung sind sie auch eher in der Lage, höhere Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen zu verlangen, während kleinere Konkurrenten Gefahr laufen, durch eigene Preiserhöhungen Marktanteile zu verlieren.

Korrelation zwischen steigender Inflation und höherer Volatilität

Allerdings kann eine steigende Volatilität durchaus auch mit zusätzlichen Unsicherheiten für Anleger einhergehen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Anstieg sprunghaft erfolgt. Demnach konnte eine im Quarterly Journal of Economics veröffentlichte Studie eine starke positive Korrelation zwischen hohen Inflationsraten und einer größeren Volatilität im Aktienmarkt nachweisen.

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Zwar performen Value-Aktien im Allgemeinen besser. Steigt die Inflation jedoch zu stark an, könnten wiederum Dividenden-Titel unter Druck geraten, da die Ausschüttungen nicht mit der Teuerungsrate mithalten können und daher weniger attraktiv für Anleger werden. Zudem treten hohe Inflationsraten weltweit nicht zeitgleich auf. Dies kann dazu führen, dass Kapitalflüsse in Weltregionen stattfinden, in denen die Teuerungsrate noch niedriger ist. Global agierende Unternehmen bieten meist einen besseren Schutz vor solchen Schwankungen, da sie ihre Gewinne in zahlreichen Weltregionen erwirtschaften und verminderte Gewinne in bestimmten Teilen besser ausgleichen können.

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