Mit diesem Vermögen gehörst du zu den reichsten zehn Prozent deines Alters

Für viele Menschen ist Reichtum eine subjektive Kategorie. Ab wann sich ein Mensch reich fühlt, hängt auch ganz vom eigenen Lebensstil ab. In einer neuen Studie wurde nun jedoch der Frage nachgegangen, ab welcher Vermögenssumme ein Mensch in Deutschland zu den reichsten 10 Prozent seiner jeweiligen Altersgruppe gehört. Für manche dürfte das Ergebnis durchaus überraschend kommen.
Viele Deutsche schätzen ihr eigenes Vermögen falsch ein

Geld ist etwas, über das man in Deutschland nicht gerne spricht. Dies führt nicht nur dazu, dass viele Menschen hierzulande nach wie vor sehr vorsichtig bei der privaten Vermögensanlage sind. Jene, denen es gelungen ist, sich selbst ein größeres Vermögen aufzubauen, können oft auch schlecht einschätzen, wie sie im Verhältnis zum Rest der Bevölkerung abschneiden.

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Anders lässt es sich kaum erklären, dass bei einer Befragung der Bundesbank im Jahr 2017 gerade einmal drei Prozent der befragten Haushalte der Überzeugung waren, zu den reichsten 20 Prozent der Bevölkerung zu gehören. Zwar spielen auch der eigene Lebensstil sowie die jeweilige Umgebung eine Rolle dabei, wie reich sich ein Mensch fühlt. Die Frage, wie vermögend man im Vergleich zum Rest der deutschen Bevölkerung ist, lässt sich allerdings durchaus empirisch beantworten.
Mit 477.200 Euro gehört man zu den oberen 10 Prozent

Genau dieser Frage ist das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer jüngsten Studie auf den Grund gegangen. Im Fokus der Studie stand dabei das jeweilige Haushaltsnettovermögen. Berücksichtigt wurden also alle Arten von Finanz- und Immobilienvermögen abzüglich aller Verbindlichkeiten. Betriebsvermögen wurde hingegen außer Acht gelassen. Die Daten der Studie basieren auf der Befragung von über 42.000 Haushalten im Rahmen der EVS 2018 und erlauben somit einen detaillierten Blick auf die Vermögensverhältnisse von Privatpersonen in Deutschland.

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Das Ergebnis der Studie ist, dass man ab einem Nettovermögen von 477.200 Euro zu den reichsten 10 Prozent in Deutschland gehört. Demnach reiche es in vielen Fällen bereits aus, über eine abbezahlte Immobilie in einer guten Lage zu verfügen, um sich selbst zu den reichsten 10 Prozent Deutschlands zählen zu dürfen.

Die genannte Summe befindet sich rund siebenmal über dem Medianvermögen in Deutschland. Das Haushaltsnettoeinkommen des 90. Perzentil ist hingegen lediglich doppelt so hoch wie das ermittelte Medianeinkommen. Dies bedeutet, dass der Abstand der reichsten 10 Prozent in Deutschland zum Mittelwert deutlich größer ist als der entsprechende Abstand beim Einkommen.
Niedriges Vermögen bei den unter 30-Jährigen

Die Autoren der Studie haben die ermittelten Daten ferner nach unterschiedlichen Altersgruppen aufgeschlüsselt. Wenig überraschend kamen sie zu dem Ergebnis, dass die jüngste Altersgruppe der unter 30-Jährigen mit Abstand über die geringsten Vermögenswerte verfügt. Wer das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, darf sich demnach bereits mit einem Nettovermögen von 71.300 Euro zu den reichsten 10 Prozent seiner Altersgruppe zählen.

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Gleichzeitig kamen die Autoren jedoch auch zu dem Ergebnis, dass rund 20 Prozent der Haushalte mit einem Haupteinkommensbezieher unter 30 Jahren ein negatives Nettohaushaltsvermögen aufweisen. 20 Prozent in dieser Altersgruppe werden also von Schulden belastet, die ihr eigenes Vermögen übersteigen.

Auffällig ist jedoch, dass bereits in der Gruppe zwischen 30 und 34 ein deutlicher Anstieg zu sehen ist. In dieser Altersgruppe werden nämlich bereits 202.200 Euro benötigt, um in das oberste 10 Prozent vorstoßen zu können. Erklären lässt sich dies zum einen damit, dass viele Menschen in diesem Alter allmählich die Karriereleiter hinaufklettern und so ein größeres Einkommen vorweisen können. Gleichfalls wird jedoch vor allem in den 30ern in Deutschland sehr viel geheiratet. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil die Studie nicht Privatpersonen, sondern Haushalte ins Zentrum ihrer Betrachtung gerückt hat. Durch den Zusammenschluss zweier Heiratender zu einem Haushalt vermehrt sich in vielen Fällen das Gesamtvermögen.
Je älter, desto vermögender

Auch in den jeweils folgenden Altersgruppen steigt das Mindestvermögen der oberen 10 Prozent weiter an. In der Gruppe zwischen 35 und 39 Jahren liegt die Grenze bereits bei 312.900 Euro. Der starke Anstieg des Vermögens setzt sich in den 40ern fort, sodass der Wert für die 45- bis 49-Jährigen bei 519.000 Euro liegt. Danach flacht die Kurve jedoch etwas ab.

Laut den Autoren der Studie sind besonders Immobilien ein Grund, weshalb das Vermögen von Haushalten bis hinein ins mittlere Alter stark zunimmt. Vor allem Paarhaushalte schaffen sich demnach in den 30ern eine eigene Immobilie an. Hierfür nehmen sie einen Hypothekenkredit auf, welcher den plötzlichen Vermögensanstieg durch die Immobilie erst einmal drückt. Im Laufe der Zeit wird der Kredit jedoch abbezahlt, wodurch das Nettovermögen im Vergleich stärker steigt. Bei Haushalten, welche zur Miete wohnen, ist dieser verstärkende Effekt hingegen nicht vorhanden.

An der Spitze der Vermögenden befinden sich die 55- bis 59-Jährigen. In dieser Altersklasse wird ein Vermögen von mindestens 625.000 Euro benötigt, um Teil der oberen 10 Prozent zu sein.

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Ungleichverteilung nimmt mit dem Alter ab

Ab einem Alter von 60 Jahren sinkt die Vermögensgrenze allmählich wieder, bleibt insgesamt betrachtet jedoch auf einem relativ hohen Niveau. In der Altersklasse ab 75+ beläuft sich das Mindestvermögen der oberen 10 Prozent daher immer noch auf 517.700 Euro.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Vermögen in Deutschland gemessen an der Altersstruktur ungleich verteilt ist. Die Älteren besitzen deutlich mehr als die Jüngeren. Jedoch nimmt die Ungleichverteilung des Vermögens im Alter immer weiter ab. Wer in der Gruppe der unter 30-Jährigen zu den obersten 10 Prozent gehören will, muss ein 14-fach höheres Vermögen aufweisen als das Medianvermögen der Altersgenossen. In der Gruppe der 55- bis 59-Jährigen wird jedoch nur noch das fünffache des Medianvermögens benötigt. Im Durchschnitt gelingt es ärmeren Haushalten also im Laufe der Jahrzehnte durchaus, etwas aufzuholen.

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2 KOMMENTARE

  1. Sehr interessanter Artikel. Ich hätte auch Interesse diese Studie selbst einmal zu lesen. Gibt es einen Link zur entsprechenden Quelle?

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