Diese Robo-Advisors sind laut Handelsblatt „sehr gut“

Deutsche Anleger können mittlerweile zwischen rund 30 unterschiedlichen Robo-Advisors wählen. Das Handelsblatt hat sich mit 24 davon einmal näher beschäftigt. Das Ergebnis: Vier Anbieter konnten das Prädikat „Sehr Gut“ erringen. Dabei sticht besonders eine Art von Robo positiv hervor.
Welcher Robo-Advisor ist der beste?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, ließ das Handelsblatt die FMH-Finanzberatung alle Leistungen und Preise der 24 Robo-Advisor miteinander vergleichen. Die erfreuliche Nachricht dabei war, dass es keine wirklich schlechten Anbieter gab. Viel falsch machen können Anleger mit einem Robo-Advisor also nicht. Gleichfalls gelang es auch nur vier Robos, die Spitzennote „Sehr Gut“ zu erringen.

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In ihrer Bewertung unterschieden die Experten der FMH-Finanzberatung zwischen Robos mit einem aktiven und solchen mit einem passiven Investmentstil. Aktive Robo-Advisors bieten ihren Anlegern dabei ein dynamisches Investment-Portfolio. Umschichtungen, um auf aktuelle Marktsituationen zu reagieren, sind hier jederzeit möglich. Zudem können neben ETFs auch andere Anlageklassen hinzugezogen werden. Passiv strukturierte Robo-Advisor setzen hingegen in erster Linie auf ETFs und versuchen, den Markt zu replizieren. Bei vielen Robo-Advisors verläuft diese Trennlinie jedoch relativ schwammig.

Bei den aktiven Robos gelang es lediglich Smavesto, eine sehr gute Bewertung zu erzielen. Besser sah es hingegen auf der passiven Seite aus. Dort konnten growney*, OSKAR* und Peaks* jeweils die Note „Sehr Gut“ erringen. Bewertet wurde u. a. die Performance der verschiedenen Robos über den Zeitraum von September 2019 bis August 2020 hinweg.
Passive Robo-Advisor überzeugen

Bei den Robos, welche eine passivere Strategie verfolgen, gelang es gleich drei Anbietern, mit einem sehr guten Ergebnis abzuschneiden. Auch abseits der Spitzenpositionen konnten die passiven Robos im Durchschnitt eine höhere Punktzahl erreichen als ihre aktivere Konkurrenz.

Gesamttestsieger des Vergleichs ist growney*. Gemessen am Anlagevolumen handelt es sich hierbei zwar um einen der kleineren digitalen Vermögensverwalter. Das Leistungspaket des Finanzdienstleisters ist jedoch durchaus zu Höherem berufen.

Der Robo-Advisor aus Berlin erlaubt es Anlegern, zwischen zehn verschiedenen Anlagestrategien mit einem jeweils unterschiedlichen Aktienanteil zu wählen. Unter den passiven Anbietern bietet nur Scalable Capital* mit insgesamt 44 Strategien eine noch größere Auswahlmöglichkeit. Die Mindestsparrate beläuft sich dabei auf 25 Euro. Sowohl bei der Einfachheit der Bedienung wie auch den entstehenden Kosten zählt growney dabei mit zu den besten Anbietern.

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Wie fast alle passiven Robo-Advisors konzentriert sich growney* auf ETFs. ETCs sind hingegen nicht Teil des Anlageuniversums. Zudem haben Anleger hier die Möglichkeit, auf Wunsch auch auf ein nachhaltiges Investment zu setzen.
Neben growney sind auch OSKAR und Peaks stark

Ebenfalls zu überzeugen wussten OSKAR* und Peaks*. Bei Peaks handelt es sich um ein innovatives Start-up aus den Niederlanden. Es ermöglicht seinen Kunden, bei Transaktionen oder Kartenzahlungen aufzurunden und den überschüssigen Betrag automatisch in eines von vier Portfolios anzulegen. Von allen Anbietern ist Peaks derjenige mit dem niedrigsten Mindestanlagebetrag und der geringsten Mindestsparrate. Neben dem Aufrunden können Kunden dort tägliche Einzahlungen in Höhe von einem Euro oder mehr vornehmen lassen.

Ebenfalls einfach zu bedienen ist der Robo-Advisor OSKAR*. Hierbei handelt es sich um eine Beteiligung von finanzen.net. Die laufenden Produktkosten gehören bei OSKAR mit 0,14 Prozent zu den niedrigsten überhaupt. Die Mindestsparrate beträgt ähnlich wie bei growney 25 Euro. Der Mindestanlagebetrag ist mit 1.000 Euro jedoch doppelt so hoch.
Smavesto ist Sieger bei den aktiven Investoren

Bei der Wertentwicklung gelang es dem Anbieter aus Bremen, die Konkurrenz deutlich zu deklassieren. Weil der beobachtete Anlagezeitraum den Börsen-Crash und die turbulente Folgezeit abdeckte, waren die 24 getesteten Robo-Advisor einer besonderen Herausforderung ausgesetzt. Mit einer Wertentwicklung von 10,22 Prozent meisterte Smavesto diesen Test mit Bravour.

Gleichzeitig zeigt Smavesto jedoch auch, wie schwer es ist, eine eindeutige Einteilung in aktive und passive Robo-Advisor vorzunehmen. Der Testsieger unter den aktiven Robos setzt nämlich ausschließlich auf ETFs und ETCs. Laut eigener Aussage verfolgt Smavesto dabei eine passive Geldanlage, welche mit einem aktiven Risikomanagement verknüpft wird. Die nächstbesten Robos nach Wertentwicklung setzten mit Solidvest* (4,9 Prozent) und cominvest* (4 Prozent) jedoch tatsächlich auch auf andere Anlageprodukte wie Fonds, Aktien und Anleihen.

Robo Advisor Vergleich

Auch in Sachen Kosten konnte Smavesto die Tester überzeugen. Anleger müssen dort jährlich eine Servicepauschale in Höhe von einem Prozent der Anlagesumme zahlen. Zusätzlich fallen die laufenden Kosten der Anlageprodukte an, was bei Smavesto im Durchschnitt auf 0,25 Prozent hinausläuft. Während der Robo-Advisor aus Bremen bei der Servicepauschale zu den teureren Anbietern gehört, zählt man bei den laufenden Kosten durchaus zu den günstigeren Angeboten. In Kombination mit der starken Performance fällt das Ergebnis hier jedoch recht eindeutig aus.

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1 KOMMENTAR

  1. Die mit Abstand beste Performance in der Kategorie „Passiv“ weist aber der nachhaltige Robo-Advisor vividam auf – trotz der höchsten Kosten. Aber wie heißt es so schön – hinten sticht die Wespe!

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