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So machst du deine Kinder zu ETF-Millionären
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Für die eigenen Kinder zu sorgen ist ein menschlicher Urinstinkt. Eltern wollen, dass es ihren Kindern einmal gut geht, wenn möglich sogar besser als den Eltern selbst. ETFs eignen sich nicht nur zum eigenen Vermögensaufbau. Mit ihnen kann man auch die eigenen Kinder durchaus zu Millionären machen.
Vorsorge für den Nachwuchs

Ein altes Sprichwort besagt, dass jene gesegnet sind, die Bäume pflanzen, unter deren Schatten sie niemals sitzen werden. Nicht wenige Menschen sehen in dem Streben nach Vermögen etwas inhärent Egoistisches. Doch oftmals denken Eltern beim Vermögensaufbau bereits daran, was sie dereinst ihren Kindern vermachen können.

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In diesem Sinne könnte man also sagen, wer sich selbst zum Millionär macht, sorgt dafür, das auch die eigenen Kinder einmal Millionäre sein werden. Allerdings ist es durchaus auch möglich, direkt etwas für den eigenen Nachwuchs zu tun. Es ist nämlich in der Tat möglich, dem Kind zur eigenen Million oder zumindest zu einem substanziellen Vermögen zu verhelfen.

Mit der frühzeitigen Geldanlage zur Million

Der Schlüssel hierfür liegt in einer langfristig orientierten Geldanlage. Wie schnell sich hierdurch eine Million Euro ansparen lassen, hängt maßgeblich davon ab, wann man mit der Geldanlage beginnt und wie viel man bereit ist, in den Nachwuchs zu investieren.

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Der MSCI World performte in den vergangenen 50 Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von ca. 7 Prozent. Wer nun bei der Geburt des eigenen Kindes einen ETF-Sparplan auf den größten MSCI World ETF auflegt und über 50 Jahre hinweg monatlich 200 Euro in diesen Sparplan anlegt, hätte damit ziemlich genau am 50. Geburtstag des Kindes die Million erreicht. Eine Million Euro wären in der Tat ein schönes Geburtstagsgeschenk. Abhängig von den eigenen finanziellen Möglichkeiten müssten sie jedoch auch eventuell Wiedergutmachung für die geschenklosen 49 vorherigen Geburtstage leisten.

Angenommen man möchte nun als Elternteil doch nicht gänzlich auf Geschenke für den Nachwuchs verzichten. Statt 200 Euro legt man stattdessen 100 Euro im Monat in den gleichen ETF-Sparplan an. Wie lange würde es jetzt dauern, bis man die magische Millionengrenze erreicht hat? Die Antwort ist: weniger lang als gedacht. Bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7 Prozent und einer monatlichen Sparrate von 100 Euro hat man die eine Million in ziemlich genau 60 Jahren erreicht.

Damit hätte man das Ziel immer noch deutlich vor der Rente des Kindes (wann immer man in 60 Jahren hierzulande in Rente gehen darf) erreicht. Möglich wird das Ganze durch den sogenannten Zinseszinseffekt. Je länger man spart, desto größer werden die jährlichen Sprünge.
Geld sparen heißt, Prioritäten setzen

Bei den obigen Rechnungen handelt es sich letztlich nur um vereinfachte Beispiele. Steuern sind darin z. B. noch gar nicht berücksichtigt. Das Vater-Staat die Hand auch in den kommenden Jahrzehnten weiter aufhält, dürfte so sicher sein wie der Lauf von Sonne und Mond. Es zeigt aber gleichzeitig, dass selbst eine so utopisch wirkende Zahl wie eine Million alles andere als unerreichbar ist, wenn man stets einen Schritt vor den anderen setzt und immer bei der Sache bleibt. Doch woher genau soll das Geld für die regelmäßige Anlage kommen?

Wie sich herausstellt, sind Kinder eine kostspielige Angelegenheit. Laut einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes kostet ein einzelnes Kinde von der Geburt bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres im Durchschnitt rund 130.000 Euro. Vieles davon ist absolut notwendig, jedoch keineswegs alles.

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Laut einer Studie belaufen sich in Deutschland beispielsweise die monatlichen Handykosten für ein Vorschulkind bereits auf über 25 Euro. Wofür genau ein 5-jähriges Kind ein Smartphone braucht, darf zumindest infrage gestellt werden. Auch für ältere Kinder gibt man vielfach Geld für Dinge aus, die eigentlich nicht unbedingt notwendig sind. Es müssen z. B. nicht immer die neuesten Designerklamotten sein.

Ob das eigene Kind langfristig gesehen glücklicher ist, wenn man das Budget für Spielzeug, Kleidung etc. zurückfährt und das dadurch frei gewordene Geld anleget, muss jeder für sich selbst beantworten. Im Erwachsenenalter wird der Nachwuchs vermutlich dankbar darüber sein, wenn irgendwann ein schöner Pott voll Geld auf ihn wartet.

Andererseits sind Kleinen auch nur für eine kurze Zeit so süß und wer möchte schon die eigenen Kinder zum frühzeitigen Verzicht zwingen? Es gibt jedoch eine Alternative, mit der man das schlechte Gewissen vermeidet und dem Nachwuchs zusätzlich auch noch eine wichtige Lektion mit auf den weiteren Lebensweg mitgibt.
Auch der Umgang mit Geld will gelernt sein

Anstatt das Geld ohne Rücksprache anzulegen, kann man Kindern ab einem gewissen Alter selbst die Verantwortung darüber geben, was sie mit dem Geld anstellen möchten. Bereits ab der Geburt des eigenen Kindes bieten zahlreiche Depotanbieter die Möglichkeit, ein Junior Depot im Namen des Kindes einzurichten. Alle Wertpapiere des Depots gehören dem Kind, Elternteile können diese jedoch im Namen des Kindes verwalten, bis es das 18. Lebensjahr erreicht hat und selbst bestimmen kann. Solche Junior Depots bieten oftmals reduzierte Ordergebühren und sind teils stark auf ETF-Sparpläne zugeschnitten.

Anbieter für Kinder-Depots im Vergleich:

Anbieter: OSKAR*

  • Bezeichnung des Depots: Standard-Depot
  • Depotgebühren: kostenlos
  • Kosten für Sparplanausführung: 1% p.a. für Anlagebeträge von weniger als 10.000 Euro
  • Extras: OSKAR wählt aus 2.000 ETFs die passenden aus. Dabei wird auf Kosten und Performance Wert gelegt und bei Bedarf automatisch und kostenlos getauscht.

Anbieter: ING*

  • Bezeichnung des Depots: Direkt-Depot Junior
  • Depotgebühren: kostenlos
  • Kosten für Sparplanausführung: 1,75% Provision des Ordervolumens
  • Extras: Zum Schutz der Kinder sind risikoreiche Anlageklassen ausgeschlossen.

Anbieter: comdirect*

  • Bezeichnung des Depots: JuniorDepot
  • Depotgebühren: Kostenlose Depotführung bei regelmäßiger Einzahlung
  • Kosten für Sparplanausführung: 1,50% des Ordervolumens
  • Extras: 25 Euro Sparplanzuschuss

Anbieter: DKB*

  • Bezeichnung des Depots: Broker u18
  • Depotgebühren: kostenlos
  • Kosten für Sparplanausführung: 1,50 Euro
  • Extras: über 20.000 handelbare Fonds

Anbieter: Consorsbank*

  • Bezeichnung des Depots: Junior-Depot
  • Depotgebühren: kostenlos
  • Kosten für Sparplanausführung: 1,50% des Ordervolumens
  • Extras: 25 Euro Prämie für den Abschluss des ersten Sparplans

Anbieter: S-Broker* (Sparkasse)

  • Bezeichnung des Depots: Minderjährigendepot
  • Depotgebühren: kostenlos
  • Kosten für Sparplanausführung: 2,50% Provision des Ordervolumens
  • Extras: Zum Schutz der Kinder werden keine Optionsscheingeschäfte, Finanztermingeschäfte oder Auslandsgeschäfte angeboten.

Wer seinem Nachwuchs die Wahl lässt, ob das monatliche Taschengeld in Spielzeug und Klamotten oder im Depot investiert werden soll, ermöglicht es dem Kind, hautnah zu lernen, was es heißt, sich zu gedulden und langfristig orientiert zu handeln. Dies erfordert selbstverständlich einen offenen Umgang mit Geld und Finanzen. Doch genau daraus können Kinder oftmals einen noch viel größeren Vorteil ziehen als aus dem angelegten Geld selbst.

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Der richtige Umgang mit Geld will nämlich gelernt sein und je eher man damit anfängt, desto besser bereitet man die Kinder auf ein finanziell selbstbestimmtes Leben vor. Vielleicht befähigt man den Nachwuchs damit dazu, sich irgendwann aus eigener Kraft eine Million Euro zu erarbeiten. Vielleicht steht das Kind dann eines Tages im Erwachsenenalter vor der Tür, um seinen nun greisen Eltern zu sagen, sie bräuchten sich nicht länger um die finanzielle Sicherheit ihres Lebensabends zu sorgen. Mit dem richtigen Anschub können auch junge Bäume einen erstaunlich großen Schatten werfen. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

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