Warum Anleger die Emerging Markets 2021 besonders auf dem Schirm haben sollten

Die aktuelle Krise ist zwar keineswegs bereits überstanden. Dennoch richten sich die Blicke zahlreicher Ökonomen und Anleger bereits auf die zu erwartende wirtschaftliche Erholung. Doch diese wird vermutlich nicht überall auf der Welt gleichmäßig eintreten. Während Europa und die USA nach wie vor im Griff des Corona-Virus sind, waren viele Schwellenländer deutlich geschickter im Umgang mit der Pandemie. Besonders die Wirtschaften einiger asiatischer Länder dürften 2021 einen Satz nach vorn machen.
Lockdown vs. wirtschaftliche Erholung

Ständige Diskussionen über eine Verlängerung des Lockdowns oder eine Verschärfung der bereits getroffenen Maßnahmen beherrschen hierzulande tagtäglich die Schlagzeilen. Auch in vielen anderen Ländern Europas sieht die Situation nicht viel besser aus. In keinem anderen Land der Welt breitet sich das Virus derweil dermaßen schnell aus wie in den USA. Lange Zeit wurden Einschränkungen vom scheidenden US-Präsidenten Donald Trump für unnötig erachtet. Das Ergebnis war eine beispiellose Ausbreitung an Infektionen.

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Solange die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus fortbestehen, wird auch die Wirtschaft eines jeden Landes darunter leiden. Gleichfalls zeigt das Beispiel USA, dass auch ein Mangel an Gegenmaßnahmen schwerwiegende Folgen haben kann. Da es noch Monate dauern wird, bis genügend Impfstoff zur Verfügung steht, dürfte dieses Dilemma die westlichen Industrienationen bis auf Weiteres in seinem Griff halten.

Ein Blick auf die Schwellenländer und hierbei insbesondere die Länder Asiens zeigt jedoch, dass es auch hätte anders laufen können. Den dortigen Regierungen ist es gelungen, die Zahl der Ausbreitungen so stark einzudämmen, dass die wirtschaftliche Erholung in wesentlich geringerem Maße darunter leidet als in den meisten Industrienationen. Natürlich bedeutet dies nicht, dass alle Schwellenländer gleich gut da stehen. Auch Länder wie Brasilien, Indien oder Russland weisen hohe Fallzahlen auf. Zudem zeigt der jüngste Anstieg in Japan, dass sich das Corona-Virus jederzeit wieder ausbreiten kann.
Schwellenländer preschen 2021 voraus

Diverse Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass vor allem Schwellenländer im Jahr 2021 mit einem hohen Wirtschaftswachstum werden rechnen können. So stellte Morgan Stanley Research fest, dass die wirtschaftlichen Indikatoren für diverse Schwellenländer bereits über ihren Vorkrisenwerten lägen. Die Wirtschaften Südkoreas und Taiwans befinden sich demnach bereits breitflächig auf Erholungskurs. Selbst in Indien und Brasilien ist die inländische Nachfrage signifikant angestiegen und wichtige Wirtschaftszweige verzeichnen positive Wachstumsraten. Auch die aktuelle Schwäche des Dollars sowie niedrige Zinsraten in den USA stellen Vorteile für den Aufschwung der Emerging Markets dar.

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Aktuell gehen die Ökonomen für 2021 bei den Schwellenländern daher von einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 6,3 Prozent aus. Die Analysten von Morgan Stanley geben sich diesbezüglich sogar noch um einiges optimistischer. Sie halten ein Wachstum von 7,4 Prozent für möglich. Am stärksten wird demnach die indische Wirtschaft mit voraussichtlichen 8,3 Prozent wachsen, gefolgt von China mit 8 Prozent. Auch andere asiatische Länder wie die Philippinen (7,5 Prozent) oder Malaysia (6,8 Prozent) dürfen für dieses Jahr mit einem starken Wirtschaftswachstum rechnen.

Demgegenüber steht ein Wirtschaftswachstum von rund 5,4 Prozent bei den entwickelten Ländern. Für Deutschland geht die Bundesbank derzeit von einem Wachstum von rund 3 Prozent aus. Noch im Sommer lag diese Prognose bei 3,2 Prozent. Aufgrund des neuerlichen Lockdowns hatte sich die Bundesbank jedoch im Dezember nach unten korrigiert.
Können die Industrieländer in der zweiten Jahreshälfte aufholen?

Laut einer Studie von Bloomberg befinden sich sowohl China als auch die Türkei bereits auf dem Niveau ihres Spitzenwertes aus der Zeit vor der Krise. Allerdings sei dies vor allem in der Türkei in erster Linie auf einen Kreditboom zurückzuführen, der so nicht ewig aufrechterhalten werden kann. Auch die indische Wirtschaft befindet sich demnach bereits auf bestem Wege, die Krise zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht hinter sich zu lassen. Der Vorkrisenstatus werde dort laut Bloomberg bereits im ersten Quartal 2021 erreicht werden. Andere Länder wie Südkorea, Taiwan oder Chile werden spätestens bis zum nächsten Sommer nachziehen.

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Gleichfalls machen die Ökonomen auch den Wirtschaften der Industrienationen durchaus Hoffnungen. Zwar wird sich der wirtschaftliche Aufschwung durch die verlängerten Lockdowns verzögern. Sobald sich die Lage jedoch normalisiert und die Märkte wieder geöffnet werden, wird sich die Konjunkturerholung laut einhelliger Einschätzung auch in Europa und den USA deutlich bemerkbar machen.

Morgan Stanley Research geht in seiner Prognose davon aus, dass genau dieses Szenario bereits ab April eintreffen wird. Zwar dürfte es dann noch einige Monate dauern, bis die Entwicklung auch in den Industrieländern entsprechend an Fahrt aufgenommen hat. Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte rechnet man jedoch mit einer synchronen globalen Erholung.

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Was bedeutet das für Anleger?

Für Anleger ergeben sich aus diesen Prognosen zwei konkrete Schlüsse. Zum einen dürften besonders Schwellenlandwerte in den nächsten Monaten im Verhältnis zu ihren Gegenstücken aus den Industrienationen zulegen. In der Vergangenheit korrelierte die Entwicklung an den Anlagemärkten nicht immer mit der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung vieler Schwellenländer. Dementsprechend spiegelte die Marktkapitalisierung vieler der dortigen Unternehmen nicht deren eigentliche Leistung wieder.

Die Entwicklungen in China haben jedoch zuletzt gezeigt, dass sich auch außerhalb der entwickelten Märkte zunehmend Kapital ansammelt. Hinzu kommt, dass der Boom um IT-Unternehmen auch in den Emerging Markets Einzug gehalten hat. Bestes Beispiel hierfür (außerhalb Chinas) ist der lateinamerikanische E-Commerce- und Fintech-Gigant MercadoLibre. Das stärkere Wachstum in vielen Schwellenländern könnte zudem auch zusätzliches ausländisches Kapital anziehen. Zu Beginn der Krise kam es zu einer beispiellosen Kapitalflucht aus vielen Schwellen- und Entwicklungsländern. Die derzeitige Dynamik dürfte hier zu einer spürbaren Umkehr führen.
Gleichfalls wäre es zu früh, die Developed Markets für 2021 bereits abzuschreiben. Sollte die wirtschaftliche Erholung in dem Maße, wie von Ökonomen prophezeit, eintreten, könnten auch in Europa und den USA noch deutliche Kurssteigerungen zu erwarten sein.

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