Diese ETF-Anbieter hatten 2020 in Europa die Nase vorn

2020 war ein gutes Jahr für die ETF-Branche. Doch nicht alle Anbieter konnten gleichermaßen davon profitieren. Dem bisherigen Marktführer BlackRock ist es mit iShares gelungen, seine führende Position zu behaupten. Ein anderer Vermögensverwalter ist derweil zum Übernahmekandidaten geraten.
ETF-Markt wächst weiter

2020 flossen insgesamt 102,7 Milliarden Euro in den ETF-Markt. Dies geht aus Daten von Mornigstar hervor. Damit wurde der bisherige Rekord von 107 Milliarden Euro aus dem Jahr 2019 nur knapp verfehlt. Gleichzeitig zeigt dies jedoch auch, dass die Krise keinen merklichen Einfluss auf die Vorliebe vieler Anleger für ETFs gehabt hat.

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Als besonderer Wachstumsmarkt entpuppten sich dabei ESG ETFs. Insgesamt flossen 2020 90,4 Milliarden Euro in nachhaltige ETFs. Dies entspricht einem Zuwachs von 137 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtmarkt für Indexfonds ist damit von 4,2 Prozent in 2019 auf 8,6 Prozent in 2020 gestiegen.
BlackRock beherrscht den Markt

Derweil ist es BlackRock gelungen, seine dominante Position auf dem europäischen Markt mit der Marke iShares weiter zu zementieren. 51,1 Prozent aller Kapitalzuflüsse gingen im vergangenen Jahr an Produkte von iShares. Im Jahr zuvor waren es noch 49,1 Prozent. Der Marktanteil von iShares ist mit 44,3 Prozent praktisch gleich geblieben. Aktuell verwaltet BlackRock damit über seine ETFs rund 466 Milliarden Euro an Kapital.

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Auf Platz zwei befindet sich weiterhin die deutsche DWS. Der zur Deutschen Bank zugehörige Vermögensverwalter konnte den Vorsprung seiner Produktlinie Xtrackers im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Gingen 2019 noch 7,5 Prozent aller Zuflüsse in Richtung Xtrackers ETFs, waren es 2020 13,3 Prozent. Der Marktanteil stieg damit von 10,6 Prozent auf 11 Prozent. Derzeit sind rund 116 Milliarden Euro in Indexfonds aus dem Hause Xtrackers investiert.

Steht Lyxor zum Verkauf?

Auf dem dritten Rang befindet sich nach wie vor der französische Anbieter Lyxor mit einem Gesamtvolumen von rund 77 Milliarden Euro. Der Marktanteil des Vermögensverwalters sank 2020 jedoch von 8,1 auf lediglich 7,3 Prozent. Ursächlich hierfür waren die relativ geringen Zuflüsse von gerade einmal 581 Millionen Euro. Damit gelang es Lyxor jedoch, 2020 zumindest deutlich besser abzuschneiden als im vorherigen Jahr. 2019 musste der Vermögensverwalter noch erhebliche Kapitalabflüsse hinnehmen. Außer Lyxor hatte 2019 nur Deka noch Verluste zu beklagen, wenn auch in erheblich geringerem Maße.

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Das schlechte Abschneiden von Lyxor hat bereits seit September Gerüchte genährt, dass das Mutterunternehmen Société Générale in Erwägung ziehen könnte, die Investmentgesellschaft zu verkaufen. Diese Gerüchte erhärteten sich im November, als Reuters zufolge diverse Banken und Konkurrenzanbieter damit begannen, das Wasser für eine mögliche Übernahme zu testen. Zu den Interessenten gehören demnach die Deutsche Bank, JP Morgan, State Street, Amundi und BNP Paribas.
Société Générale ist bestrebt, über eine enge Auktion einen möglichst guten Preis zu erzielen. Laut diversen Quellen könnte sich der Verkaufspreis zwischen 500 und 700 Millionen Euro bewegen. Amundi gilt demnach als Favorit. Gelänge die Übernahme, würde Amundi bei den ETFs zur neuen Nummer zwei in Europa aufsteigen. Der Marktanteil des französischen Vermögensverwalters beläuft sich aktuell auf 6,1 Prozent. Nach einer Integration von Lyxor wären es rund 13,4 Prozent.

Vanguard tritt auf der Stelle

Nicht sonderlich voranging es unterdessen für Vanguard. Die weltweite Nummer zwei auf dem Markt für Indexfonds konnte ihren Erfolg in den USA bisher nicht auf Europa übertragen. Der Marktanteil belief sich hier 2020 auf lediglich 6,1 Prozent. Der Anteil am Kapitalzufluss sank leicht von 6,7 Prozent in 2019 auf 6,5 Prozent in 2020.

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Erst vor Kurzem hatte Vanguard angekündigt, vier seiner europäischen Faktor-ETFs gegen Ende Februar zu schließen. Stattdessen beabsichtigt man nun, sich stärker auf den eigenen Markenkern zu konzentrieren und günstige Basis-ETFs auf die großen FTSE-Vergleichsindizes anzubieten. Diese erfreuen sich auch weiterhin einer großen Beliebtheit.
Für UBS lief 2020 eher durchwachsen. Zwar konnte man auch im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden Euro an neuem Kapital für die eigene Produktreihe hinzugewinnen. Dies waren jedoch lediglich 4,7 Prozent aller neuen Zuflüsse in den Markt. Im Jahr zuvor konnte UBS mit 14 Prozent noch die zweithöchsten Zuflüsse aller Anbieter vorweisen.

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