Warum ein MSCI World ETF auch in der Krise unschlagbar ist

Der MSCI World Index repräsentiert aufgrund seiner Zusammensetzung die Entwicklung der Weltwirtschaft. Diese ist nach Ausbruch des Coronavirus massiv eingebrochen. Da sich das Virus weltweit ausgebreitet hat, wurde kein Land und keine Wirtschaft verschont. Die Diversifikation im Index zeigte daher ausnahmsweise keine Wirkung. Der MSCI World Index hat in den letzten Wochen knapp ein Drittel seines Wertes verloren. Warum ein MSCI World ETF trotz Krise eine unschlagbare Geldanlage und nun eine lohnende Einstiegsmöglichkeit bietet, erfahren Sie hier.
Der MSCI World Index besticht durch eine hohe Diversifikation

Im MSCI World Index befinden sich Aktien aus den 23 führenden Industrienationen, wie die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich oder Japan. Die Aufnahme und Gewichtung der Anteile richtet sich nach der Marktkapitalisierung der Aktiengesellschaften. Wenn es daher irgendwo auf der Welt nicht so läuft, gleicht die Rendite aus einer anderen Region die Verluste wieder aus. Doch auch, wenn es, wie aktuell, auf der ganzen Welt Probleme gibt, sprechen einige Vorteile für ein Investment.

Das Schwankungsrisiko beim MSCI World

Grundsätzlich sind Geldanlagen immer volatil und schwanken. Das ist keine Neuigkeit und ändert sich auch in einer Krise nicht. Dass ein Investment in den MSCI World ETF nicht vor kurzfristigen Verlusten schützen kann, ist keine neue Erkenntnis der Corona-Krise. Für intelligente Investoren, die sich an die Grundlagen des Investierens halten, ist der Verlauf der Aktienkurse in den nächsten Monaten aber ohnehin unwichtig. Er setzt auf eine langfristige und muss sich nicht für die kurzfristige Entwicklung an der Börse interessieren, auch wenn diese gerade nicht besonders erfreulich aussieht.

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Anleger, die auf ihr Geld innerhalb der nächsten Monate und Jahre angewiesen sind, eignen sich ohnehin nicht für ein Investment in einen MSCI World ETF. Doch auch das Lagern von Bargeld ist keine gute Idee, da die politischen Bemühungen der europäischen Zentralbank (EZB) dafür sorgen, dass die Inflation des Euro Bargeldbesitzern reale Verluste beschert. Die beste Strategie ist daher, Geld langfristig anzulegen und sich nicht von der momentanen Situation verrückt machen zu lassen.

Totalverlust beim MSCI World?

Viele Investoren beschäftigt, gerade in solchen Situationen, die Angst vor einem Totalverlust des Investments. Ein Totalverlust bei einer Geldanlage in den MSCI World ETF würde voraussetzen, dass alle 1.600 Aktien wertlos werden. Wenn man die Unternehmen in diesem Index betrachtet, wird schnell klar, dass ein solcher Totalverlust irreparable Folgen für die Weltgemeinschaft hätte. Die meisten ETFs auf den MSCI World decken 85 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.
Die Weltwirtschaft wäre quasi tot und alle Währungen wären in einem solchen Fall wertlos. Daher ist das Eintreten eines solchen Totalverlustes absolut unwahrscheinlich. Die Weltwirtschaft muss also zwangsläufig wieder bergauf gehen und dann werden auch die MSCI World ETFs wieder Kursgewinne einfahren. Langfristig planende Anleger sind also mit einem Investment in den MSCI World Index auch in einer Krisensituation gut aufgestellt.

Wie sieht es mit der Rendite aus?

Seit 1970 generierte der MSCI World Index eine durchschnittliche Rendite von rund 7 % pro Jahr. Das Stichwort ist hier durchschnittliche Rendite. Es kann durchaus passieren, dass der Index in einem Jahr ein Plus von 30 % einfährt (beispielsweise 2019) und in einem anderen Jahr ein Minus, wie beispielsweise 2018 ein Minus von 4,3 %. Die durchschnittliche Rendite errechnet sich über größere Zeiträume. Daher spielen einzelne Jahre keine größere Rolle.
Wer also jetzt Aktien mit einer Anlagestrategie kaufen möchte, die einen Gewinn in einigen Jahren oder Jahrzehnten beinhaltet – beispielsweise als Altersvorsorge – der findet aktuell ideale Startbedingungen. Denn langfristig gesehen wird sich die Wirtschaft wieder erholen. Sie brauchen nur ein bisschen Geduld, wie ein Blick in die Börsen-Geschichte zeigt: In den Jahren 2000 und 2001 gab es ebenfalls herbe Kurseinbrüche.

Wer zu jenen Krisenzeiten in Aktien investierte, erlitt anfangs herbe Verluste. Doch langfristig erzielten die Anleger trotz des starken Einbruchs einen Gewinn. Dabei zeigen die Rendite-Dreiecke allgemein, dass man ab einem Anlagehorizont von 15 Jahren unabhängig vom Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkt mit einem breit aufgestelltem ETF-Depot keine Verluste erlitten hat.

Fazit

Das gesamte Wirtschaftssystem ist auf die Vergabe von Krediten aufgebaut. Wer einen Kredit vergibt, verlangt dafür Zinsen. Damit sich die Aufnahme von Krediten auch für die Unternehmen lohnt, müssen diese einen höheren Gewinn erzielen, als die Zinsen kosten. Dieser Tatsache ist für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung extrem wichtig. Denn solange es Zinsen gibt, muss die Weltwirtschaft langfristig immer wachsen. Geschieht dies nicht, bildet sich eine Abwärtsspirale, die in einem vollständigen Kollaps des gesamten Systems enden würde.

Das Ergebnis wäre ein Totalverlust und würde die gesamte Entwertung aller Geldanlagen bedeuten. Eine Diskussion über die richtige Geldanlage, das Vermögen, mögliche Gewinne oder Verluste wäre sinnlos. Da man davon ausgehen kann, dass die Menschheit zivilisiert weiterlebt, wird der MSCI World Index langfristig daher eine positive Rendite erzielen.


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