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So erreichst du eine zusätzliche Rente von 1.000 Euro mit einem ETF

Ein Investment in ETFs bietet eine gute Möglichkeit, um mit wenig Aufwand eine solide Grundlage für den späteren Renteneintritt zu schaffen. Doch wie wenig Aufwand genau ist tatsächlich nötig, um im späteren Ruhestand beispielsweise von 1.000 Euro zusätzlich zu profitieren? Die Beantwortung dieser Frage hängt unter anderem auch stark damit zusammen, ob eine auf Dividenden oder Wachstum ausgelegte Analagestrategie verfolgt werden soll.


Dividendenstrategie im Fokus

Im Sinne eines klassisch passiven Einkommens soll in diesem Beitrag die Dividendenstrategie im Fokus stehen. Dabei ist die Auswahl, wie auch im Aktienuniversum, groß. Ein bekanntes Beispiel für einen klassischen Dividenden-ETF ist der SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF (ISIN IE00B9CQXS71) mit einer angegebenen Gesamtkostenquote von 0,45%. Gehen wir weiter von einer Investmentlaufzeit von 40 Jahren bis zum Renteneintritt aus, haben wir alle Parameter zusammen, um uns der Beantwortung der aufgeworfenen Frage anzunehmen.

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Der Vorteil einer hier vorgestellten Dividendenstrategie ist einfach erklärt. Zwar wachsen Dividendentitel im Allgemeinen eher langsam oder stagnieren teilweise. Gleichzeitig sind sie im Zeitverlauf jedoch oft stabil und liefern eine, wenn auch kleine, kontinuierliche Wertentwicklung. Darüber hinaus schütten sie in regelmäßigen Abständen (zumeist jährlich oder auch quartalsweise) einen Teil ihrer erwirtschafteten Gewinne an ihre Anleger aus, die so genannte Dividende.

Das liegt schlicht in dem Geschäftsmodell von Dividendentiteln begründet. Oftmals sind das global agierende Unternehmen, die einen langjährigen und stabilen Cashflow aufweisen, wie internationale Energiekonzerne, Telekommunikationsanbieter oder aber Banken und Versicherungen. All solche Unternehmen fasst der SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF in einem einzigen Fonds zusammen und schaffte trotz dieser Ausrichtung immerhin über die letzten sechs vollen Jahre eine durchschnittliche, jährliche Wertentwicklung von etwa 6,5% (Quelle: KIID vom 31.01.2020).

Realistische Renditeerwartungen

Doch wie steht es um die angesprochene Dividende? Kaum schlechter. Bei einem aktuellen Kurs von 23,59 Euro (Schlusskurs 12.06.2020) schüttete der SPDR UCITS ETF innerhalb der letzten 12 Monate eine gesamte Dividende von 1,22 Euro aus. Das entspricht einer Dividende von 5,2%. Wie auch die Aktienkurse, entwickeln sich die ausgezahlten Dividenden von Unternehmen über die Jahre hinweg in der Regel positiv. Das garantiert eine prozentual gesehen mindestens konstante Dividende. In unserem Beispiel möchten wir damit eine jährliche Ausschüttung von 5% als realistisch erachten.

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Aufgrund der konstant zu erwartenden Dividendenzahlungen liefert die vorgestellte Strategie auch im Ruhestand die Möglichkeit die angesprochenen zusätzlichen 1.000 Euro mittels der Dividendenausschüttungen zu realisieren. Eine angenehme Vorstellung, ist hierzu doch kein weiterer Aufwand mehr, wie beispielsweise der teilweise Verkauf von Anteilen zur Gewinnrealisierung, nötig. Auch ist ein notwendiges Investment, dass eine solche Zahlung ermöglicht, leicht ermittelt. Bei einer Ausschüttung von 5% bedarf es einem investierten Kapital von 240.000 Euro um Dividenden in Höhe von 12.000 Euro jährlich, oder eben 1.000 Euro monatlich, zu erzielen.

Leider ist das nur die halbe Wahrheit. Schließlich verdient neben dem ETF-Anbieter auch der deutsche Staat in Form der Kapitalertragssteuer an den erwirtschafteten Einnahmen mit. Während die Gebühren des ETF-Anbieters explizit in Rechnung gestellt werden, werden die Steuern auf die tatsächlich umgesetzten Gewinne, in diesem Fall die Dividendenzahlungen, angerechnet. Mit dem ebenfalls zu zahlenden Solidaritätszuschlag sind das insgesamt etwa 26,4% an steuerlichen Abgaben. Nach diesen und unter Einberechnung der Gesamtkostenquote des ETF bleiben von den 5% an Ausschüttungen immerhin noch 3,35% übrig.

Umsetzung der Investmentstrategie

Mit diesen Überlegungen steht nun das Fundament, um mit der vorgeschlagenen Dividendenstrategie eine monatliche Auszahlung von 1.000 Euro anzupeilen. Um dieses Ziel möglichst einfach zu erreichen, ist es notwendig, die, während der Einzahlungsphase, erhaltenen Dividenden stets zu reinvestieren. Erst dieses Vorgehen macht unsere Strategie wirklich interessant und ist eine generelle Empfehlung bei allen gehaltenen Dividendentiteln. Der Grund dafür ist der so genannte Zinseszinseffekt. Bei vielen zwar im Mathematikunterricht gefürchtet, ist dieser essentiell für den Erfolg von Investoren mit langfristigem Anlagehorizont.

Zinseszinseffekt erklärt

Einfach gesagt beschreibt der Zinseszinseffekt die Tatsache, dass ein konstanter Zinssatz im Laufe der Zeit auf ein vorgegebenes Investment eine immer größer werdende Zinszahlung mit sich bringt. Das liegt daran, dass der im vorigen Jahr gezahlte Zins im darauffolgenden Jahr zusätzlich zum ursprünglichen Investment mitverzinst wird. Einen solchen Zuwachs nennt man auch exponentiell. Insbesondere auf eine lange Laufzeit betrachtet bietet dieser deshalb eine enorme Hebelwirkung und kann das Investment sogar, sozusagen automatisiert, vervielfachen.

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Zusätzlich gibt es einen weiteren kleinen Renditebonus bei der vorgestellten Strategie, von dem Anleger in Dividenden-ETF profitieren. Denn unabhängig von der gezahlten Dividende entwickelt sich ja auch der eigentliche Kurs des ETF im Zeitverlauf weiter. Diese Kombination aus Wertzuwachs einerseits und reinvestierten Gewinnausschüttungen andererseits befeuertet die Auswirkungen des Zinseszinseffekts weiter. Wenngleich auch die Kurse insgesamt in den letzten Jahren sehr stark gewachsen sind, so ist auch für Dividendentitel ein Wertzuwachs von jährlich 4% durchaus realistisch.

Eine kleine Investition mit großer Wirkung

Doch wie viel bleibt nun also noch selbst zu investieren? Gewünscht sind 1.000 Euro monatlich bzw. 12.000 Euro jährlich, die passiv erwirtschaftet werden sollen. Mit einem effektiven Zinssatz von 3,35% benötigen wir demnach ein angespartes Vermögen von aufgerundet 360.000 Euro, das in Dividendentiteln gehalten wird. Für die eigentliche Berechnung können Sparrechner im Internet genutzt werden. Das Ergebnis ist verblüffend! Über eine Laufzeit von 40 Jahren benötigt es gerade einmal monatliche Zahlungen von 137,80 Euro.

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Das heißt nicht einmal 140 Euro sind monatlich nötig, um sich ein gewünschtes passives Einkommen von 1.000 Euro aufzubauen. Insbesondere der Zinseszinseffekt spielt hierfür eine tragende Rolle und wird ersichtlich betrachtet man das gleiche Szenario für einen Anlagehorizont von lediglich 30 Jahren. Um in dieser Zeit den gleichen Betrag anzusparen benötigt es ein monatliches Investment von 304,10 Euro, also mehr als doppelt so viel!

Alternativen und weitere Features

In beiden Fällen jedoch bietet eine Dividendenstrategie eine gute Möglichkeit sein angespartes Kapital zu vervielfachen und auf einfache Weise ein zusätzliches, passives Einkommen zu generieren. Natürlich muss man als Anleger hierfür nicht notwendigerweise auf ETF setzen, die sich aus dividendenstarken Aktientiteln zusammensetzen. Genauso sind auch Immobilien-ETF oder Anleihen-ETF in der Lage eine stabile und regelmäßige Ausschüttung zu garantieren. Ein ausgewogen diversifiziertes Portfolio stellt ohnehin das Fundament eines jeden erfolgreichen Anlegers dar.

Um das so aufgestellte Portfolio abzurunden, kann es dabei von Interesse sein, in ETFs zu investieren, die verschiedene Ausschüttungszeitpunkte haben, um eine tatsächlich monatlich konstante Ausschüttung zu gewährleisten. Und auch wenn sich die finanziellen Pläne in Zukunft ändern sollten, neben dem Feature der konstanten Auszahlungen bleibt das investierte Kapital, das immer auch für größere Investitionen abgerufen werden kann.

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8 KOMMENTARE

  1. Leider wird hier (wie bei vielen anderen Bloggern auch) die Inflation vollkommen unberücksichtigt gelassen.
    Ein Vermögen von 360.000 €, aus welchem die mtl. 1.000 € Zusatzrente erzielt werden sollen, hat nur noch einen Bruchteil der Kaufkraft von heute.
    Bei einer angenommenen Teuerungsrate von 2,00 %, haben die nominal 360.000 € nur noch einen Wert von 163.000 € (also weniger als die Hälfte).
    Aus der netten Zusatzrente i. H. v. von 1.000 € pro Monat, werden dann nicht mal 500 €.

  2. @thomas

    ja etfs werden nie wieder steigen, sie werden fallen und die böse Kaufkraft tut den Rest.
    Am besten erzählst den Leuten hier, dass man mit etfs all sein Geld verliert und man solle eher auf Riester und co vertrauen, oder am besten in die deutsche Rentenversicherung mehr einzahlen, weil die ja sicher ist ….
    oder am besten gar nicht für die Zukunft vorsorgen….

    aber etfs sind ja bestimmt ganz schlecht ganz bestimmt….

  3. @uwe,

    bei einer Zeit von 20 Jahren und regelmässigem Sparen, wirst du sehr gut von dem was du in etfs gespart hast leben können.
    Und vorallem die Rendite bekommst du und nicht ein Teil davon irgendein Bänker oder einer der dir irgendwas verkaufen möchte.

    Und 20 Jahre sind lang genug, damit du am Ende sehr gut im Plus stehst.

  4. @der kleine Geist

    Ich habe mit keinem Satz geschrieben, dass ETF’s nie wieder steigen würden ……
    Es ging mir hier nicht darum die Anlage in Aktien oder ETF’s zu verteufeln – ganz im Gegenteil. Auch ich lege meine Ersparnisse / Altersvorsorge am Aktienmarkt an.
    Selbstverständlich soll jeder (Alters)vorsorge betreiben (aber nicht in die gebührenintensiven und überregulierten Produkte wie Riester, Rürup, bAV, etc.)
    Ich bin nur immer wieder über diese Milchmädchenrechnungen genervt, welche dem Otto Normalverbraucher vorgaukeln mit einer Sparrate von 100 € (oder was auch immer) könne er in 20, 30 oder 40 Jahren sorgenfrei leben. Dem ist definitiv nicht so.
    Die meisten Leute sehen immer nur die nominale Zahl (z. B. 300.000 €). Aber sie sehen nicht die Kaufkraft, welche diese Zahl bedeutet.
    Mit der oben angeführten Berechnung (140 € mtl. auf 40 Jahre = 1.000 € Zusatzrente) wird doch den Leuten etwas vorgegaukelt getreu dem Motto: Toll, dann spare ich 280,00 € an, bekomme dann 2.000 € Monatsrente und bin alle Sorgen los.
    Das stimmt in der Form aber einfach nicht.
    Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber erinnern Sie sich doch einmal an frühere Preise:
    – Kugel Eis hat Mitte der 80er Jahre 0,50 DM (= 0,26 €) gekostet. Heute 1,30 € – 1,50 €
    – Männerhaarschnitt Mitte der 80er 8 DM (4,09 €). Heute min. 15,00 €
    – Strom 0,12 DM (0,06 €). Heute min. 0,25 €
    – Päckchen bei der Deutschen Post 4,00 DM (2,05 €). Heute 4,50 € (2 kg)
    – Mieten, Eigentumswohnungen, Häuser usw.

  5. @anonymus

    Das ist leider ein weit verbreiteter Irrtum (ich muß immer beide Endwerte (Preis des Produkts und den Vermögenswert) in Relation setzen und mit den gleichen Parametern rechnen..

    Beispiel: Ich kann mir im Jahr 2000 für 1.000 DM (511,29 €) einen Herrenanzug kaufen.
    Bei einer angenommenen Preissteigerung (Inflation) von 2,00 %, kostet dieses Herrenanzug im Jahr 2020 (nach 20 Jahren) 1.485,95 DM / 759,75 €.

    Ich kaufe mir diesen Anzug im Jahr 2000 nicht und lege den Betrag (1.000 DM / 511,29 €) in einem ETF mit der historischen Durchschnittsrendite von 8,00 % (hier sind Kursanstiege und Dividenden(steigerungen bereits berücksichtigt) an.
    Im Jahr 2020 sind aus meinen 1.000 DM / 511,29 € 4.660,96 DM / 2.383,11 € geworden (Steuern während der Haltedauer und bei Verkauf unberücksichtigt).

    Fazit: Wenn ich die Inflation nicht berücksichtige, könnte ich mir nach 20 Jahren mehr als 4 Herrenanzüge (2.383,11 € : 511,29 €) kaufen.
    Tatsächlich sind es aber nur 3 Stück (2.383,11 € : 759,75 €) und das O H N E Berücksichtigung von Steuern, welche das Ergebnis sicher noch weiter verschlechtern würden (2,5 Anzüge?!).

    Das wollte ich mit meiner Kritik an dem oben genannten Artikel zum Ausdruck bringen. Eine Zusatzrente von mtl. 1.000 € hat in 30 Jahren sicher nicht die Kaufkraft von heute (nach Steuern erst Recht nicht). Die meisten Leute sehen die 1.000 € und denken in 30 Jahren bekomme sie dafür die gleiche Menge an Waren / Dienstleistungen wie heute. Das ist definitiv falsch. Natürlich sind die 1.000 € mtl. „Zusatzrente“ eine tolle Sache, aber nach Steuern und Inflation eben auch nur noch die Hälfte wert.

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