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Die 5 größten Fehler bei der ETF-Anlage

Mit einem ETF-Sparplan entscheiden sich viele Privatanleger für die selbstständige Geldanlage. Der ETF bietet zahlreiche Vorteile gegenüber einem aktiv gemanagten Investmentfonds. Aufgrund der simplen Konstruktion können Privatanleger schnell und effizient Investments tätigen, ohne die erzielbare Rendite durch hohe Gebühren zu schmälern. Nichtsdestotrotz fallen bei der ETF-Anlage diverse Fehler auf, sodass Anleger nicht das volle Potential ihres ETF-Portfolios ausnutzen. Der folgenden Beitrag widmet sich den fünf größten Fehlern bei der ETF-Anlage.


Fehler 1: „Investiere nur in Dinge, die Du verstehst“

Vornehmlich bezieht sich das Zitat der lebenden Legende Warren Buffet auf das Investieren in Aktien. Die Aussage hat auch für ETFs ihre Berechtigung. Während zu Beginn der Exchange Traded Funds eine übersichtliche Produktauswahl existierte, entwickeln BlackRock, Amundi und Co. kontinuierlich innovative Finanzprodukte. Factoring-ETFs oder ETFs, die sich an Algorithmen orientieren, sind Beispiele für die enorme Auswahl.

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Hierzulande können Privatanleger in weit über 1.000 ETFs investieren. Grundlegende Bedingung für eine strukturierte, ernste Geldanlage ist das Verständnis für den konkreten ETF. Wer ein Finanzprodukt nicht versteht, sollte die Finger davon lassen.

Fehler 2: Regelmäßiges Umschichten der Geldanlage

Eine alte Börsenweisheit ist der Spruch „Hin und her macht die Taschen leer“. Wer ständig Aktien oder ETFs kauft und verkauft, schmälert aufgrund der Transaktionsgebühren seine eigene Rendite und verschafft dem Broker eine goldene Nase. Ein Wechsel der Anlagestrategie infolge geänderter Gebühren oder Präferenzen lohnt sich auf lange Sicht rechnerisch nicht.

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Für den Anleger ist es meist erfolgsversprechender, die geringen Gebühren in Kauf zu nehmen und die alte Strategie weiterzuverfolgen. Das regelmäßige Umschichten und Nachlaufen jedes Trends führen die Vorteile der passiven Anlagestrategie ad absurdum.

Fehler 3: Aktives Handeln von ETFs

Trading und langfristiges Investieren können beide gleichermaßen funktionieren, zusammen passen die Strategien nicht. Das aktive Handeln von ETFs ist wenig zielführend. Wer sich für die langfristige Geldanlage und den Vermögensaufbau via ETF entscheidet, sollte diese nicht aktiv handeln. In Krisenzeiten neigen viele Anleger zu einem vorschnellen Verkauf ihrer Anteile. Erfahrungsgemäß ist dies der falsche Weg. Der Cost-Average-Effect sorgt für einen überproportionalen Zukauf in Krisenzeiten, sodass langfristig der Buy-and-Hold-Ansatz die größten Erfolge verspricht.

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Fehler 4: Fehlende Berücksichtigung von Korrelationen

Die langfristige Geldanlage via ETF ist bereits mit wenigen Finanzprodukten möglich. Der iShares MSCI ACWI UCITS ETF (ISIN: IE00B6R52259) bildet die Wirtschaft aus Industrie- und Schwellenländern ab. Ein ETF kann die gesamte Weltwirtschaft erfolgreich abbilden und das Portfolio ausreichend diversifizieren. Anleger können verschiedene ETFs miteinander kombinieren. Oftmals gerät eine mögliche Korrelation der ETFs in Vergessenheit.

ℹ️ Auch interessant: Die 8 schlimmsten Anfängerfehler an der Börse

Im iShares MSCI World UCITS ETF (ISIN: IE00B0M62Q58) befinden sich 65 % us-amerikanische Unternehmen. Bei einer Kombination mit einem ETF auf den us-amerikanischen Nasdaq 100 sind zahlreiche Unternehmen doppelt im Portfolio. Die Gewichtung der us-amerikanischen Wirtschaft steigt deutlich. Das Risiko des Portfolios wird ungewollt größer.

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Fehler 5: Ausschließlicher Fokus auf die TER

Bei der Auswahl des ETFs stehen für viele Anleger die Kosten im Vordergrund. Mit der Total Expense Ratio (TER) gelingt ein transparenter Vergleich unterschiedlicher ETFs. Geringe Kosten bilden die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Geldanlage, da die verbleibende Rendite steigt. Bei der Auswahl der ETFs sind weitere Faktoren entscheidend. Die Qualität der Replikation in Form der Abweichung vom jeweiligen Index (Tracking error) sowie eine Streuung der Emittenten sind exemplarische Aspekte, die bei der Wahl des ETFs Berücksichtigung bedürfen. Die Kostenquote ist einer von vielen Faktoren – nicht mehr und nicht weniger.

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