Diese 5 Anlagestrategien kann jeder Privatanleger für sich nutzen

Die richtige Anlagestrategie bildet den Grundstein, auf welchem jedes erfolgreiche Portfolio aufbaut. Nicht immer fällt es dabei leicht, für sich eine passende Strategie zu entwickeln. Dabei sind Anlagestrategien keinesfalls ein arkanes Geheimnis, welches nur professionelle Investoren beherrschen. Auch Privatanleger können eine große Bandbreite von ihnen nutzen. Hier sind fünf Anlagestrategien, welche sich auch für Privatanleger eignen.
1. Buy-and-Hold mit einem Basisindex-ETF

Dies ist zweifellos der Klassiker unter den Anlagestrategien. Die Idee dahinter ist recht simpel. Anstatt zu versuchen, ständig die gerade am besten performenden Aktien zu kaufen, setzen Anleger auf einen breit gestreuten Index und behalten diesen über einen langen Zeitraum hinweg im Portfolio. Im Grunde genommen benötigt man hierfür nicht einmal ein sonderlich tiefgehendes Wissen über die verschiedenen Branchen und Unternehmen, an denen man über den ETF Anteile hält.

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Diese Herangehensweise kombiniert die Vorteile eines sehr breit angelegten ETFs mit einem langfristigen Anlagehorizont. Mit einem ETF auf den MSCI World, den FTSE All-World oder den S&P 500 ist man mit einem Schlag breit aufgestellt und gegen sinkende Kurse bei Einzelaktien abgesichert. Gleichzeitig profitiert man von der langfristig gesehen sehr starken Performance des Marktes.

Mögliche menschliche Fehlerquellen werden hierbei praktisch ausgeschlossen, solange man die Strategie auch in schlechten Jahren beibehält. Mit einem Basis-ETF und einem langen Zeithorizont lassen sich auch gelegentliche Krisen sehr gut aussitzen. Allerdings bietet ein solcher ETF nicht die gleiche Sicherheit gegenüber Volatilität, wie es Anleihen-ETFs vermögen. Daher kann es im Laufe der Jahrzehnte erforderlich werden, in regelmäßigen Abständen Umschichtungen im Portfolio vorzunehmen, um sich auf das Alter vorzubereiten.
2. Dividenden-ETFs für konstantes Einkommen

Eine langfristige Anlage ist gut, wenn man sich für die Zukunft ein Vermögen aufbauen möchte. Allerdings muss man zu diesem Zweck über eine längere Zeit hinweg auf das angelegte Geld verzichten. Unter Umständen möchte man als Anleger jedoch bereits frühzeitig von der eigenen Anlage profitieren. Gelegentlich Anteile zu verkaufen ist eine Möglichkeit. Allerdings schmälert man damit langfristig gesehen die eigene Rendite. Besser ist in diesem Fall eine ausgemachte Dividenden-Strategie.

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Indem man vornehmlich in Aktien von Unternehmen investiert, welche regelmäßig hohe Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten, kann man sich beständige Erträge sichern, mit denen man nach eigenem Gutdünken verfahren kann. Einerseits besteht hier die Möglichkeit, sich die besten Dividenden-Aktien selbst herauszupicken. Gleichfalls existieren jedoch auch dezidierte Dividenden-ETFs.

Unternehmen wie die Dividenden-Aristokraten haben bereits seit Jahrzehnten beständig ihre Dividendenausschüttungen erhöht. Für Anleger bedeutet dies ein erhöhtes Maß an Sicherheit und Planbarkeit. Zudem sind viele Dividenen-Titel in ihren Kursen recht stabil. Da sie auch in Krisenzeiten eine stabile Rendite versprechen, betrachten sie viele Anleger in unsicheren Zeiten als sicheren Hafen.
3. Dauerhaft mit einem Value-ETF profitieren

Beim Anlegen gibt es eine Reihe von Faktoren, auf welche man einen besonderen Fokus legen kann. Einer der zuverlässigsten ist dabei der Value. Dieser bezieht sich auf die Werthaltigkeit und Beständigkeit eines Unternehmens. Es handelt sich also um Unternehmen, welche auf einem starken wirtschaftlichen Fundament fußen und einen beträchtlichen Marktanteil für sich gesichert haben. Einer der bekanntesten Verfechter des Value-Ansatzes ist der legendäre Star-Investor Warren Buffett.

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Der Grundsatz der Value-Strategie ist das wertorientierte Anlageverhalten. Ob eine Aktie gekauft oder verkauft wird, hängt also ausschließlich von ihren realwirtschaftlichen Zahlen ab. Kursentwicklungen, die immer auch Spekulation enthalten und daher zu einem gewissen Maße von der Realwirtschaft getrennt sind, spielen hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Langfristig gesehen korreliert diese Werthaltigkeit mit einer positiven Kursentwicklung. Zwar können Growth-Aktien und andere spekulative Werte den werthaltigen Papieren zwischenzeitlich, was den Kurs angeht, enteilen. Diese sind jedoch auch mit einem entsprechenden Risiko verbunden.

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Wer sich selbst die besten Value-Aktien heraussuchen will, muss dafür viel Zeit einplanen, da jedes Unternehmen eingehend geprüft werden muss. Schneller geht es jedoch mit einem ETF, welcher sich speziell auf solche werthaltigen Unternehmen konzentriert. Hier stehen Anlegern durchaus auch verschiedene Optionen zur Verfügung, um das eigene Portfolio zu justieren. So ist z. B. auch ein stärkerer Fokus auf besonders bekannte und starke Marken oder Unternehmen, welche sich einen großen Vorsprung vor der Konkurrenz erarbeitet haben, möglich.

4. Mit zukunftsträchtigen Themen auf Wachstum setzen

Im Gegensatz zum Value-Ansatz blickt die Wachstumsstrategie auf das Potenzial einer Aktie. Hier geht es in erster Linie um die Möglichkeit zukünftigen Wachstums. Interessant sind hier weniger die etablierten Börsenschwergewichte – obwohl die US-Tech-Giganten in der Vergangenheit enorm wachstumsstark waren – sondern Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen in zukunftsträchtigen Branchen.

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Ein solcher Growth-Ansatz ist durchaus ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist es hiermit möglich, innerhalb weniger Jahre sehr hohe Renditen einzufahren. Gleichzeitig kann man sich jedoch niemals sicher sein, ob die scheinbar zukunftsträchtigen Trends wirklich von Dauer sind. Zudem besteht stets die Gefahr einer Blasenbildung, wenn der Hype die reale wirtschaftliche Entwicklung zurücklässt.

In letzter Zeit ist besonders die Zahl von Themen-ETFs, also Fonds, welche sich auf eine bestimmte Marktnische oder einen Trend konzentrieren, stark angestiegen. Mittlerweile ist es praktisch möglich, für jeden Trend und jede Branche einen passenden ETF zu finden. Auf diese Weise kann man leicht fokussiert in eine zukunftsträchtige Branche mit starken Wachstumsaussichten investieren. Gleichzeitig gibt es jedoch auch diverse ETFs, die speziell auf Growth-Aktien ausgelegt sind und sich dabei nicht auf bestimmte Branchen festlegen.
5. Basis-ETF mit mehreren Renditeboostern kombinieren (Core-Satellite-Strategie)

Wer als Anleger Wert auf Sicherheit legt, aber gleichzeitig nicht auf einige renditestarke Anlagemöglichkeiten verzichten möchte, kann sich auch für eine Anlagestrategie entscheiden, welche diese beiden Elemente miteinander verbindet. Bei der Core-Satellite-Strategie setzt sich das Portfolio aus zwei Bereichen zusammen. Den Kern bilden wertstabile Basis-ETFs. Darum herum ordnet man hingegen eine Reihe von anderen Anlagen an. Hierbei kann es sich auch um besonders wachstumsstarke aber dafür risikobehaftete Investments handeln.

Bei einem solchen Ansatz soll der Kern des Portfolios dafür sorgen, dass man auf lange Sicht gesehen ein Mindestmaß an Rendite erzielt. Der Fokus liegt dabei also auf Anlagen mit einer geringeren Volatilität. Hierfür eignen sich Basisindex-ETFs, Anlagen-ETFs oder auch eine Mischung aus beiden, je nachdem, welches Verhältnis zwischen Risiko und Rendite gewünscht ist.

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Die sogenannten Satelliten können sich hingegen aus Einzelaktien, ETFs, Währungen, Rohstoffen usw. zusammensetzen. Sie ermöglichen es zum einen, das eigene Portfolio punktuell noch weiter zu diversifizieren. Zum anderen kann man hier aber Investments tätigen, welche für eine Basisanlage zu riskant sind. Hierfür eignen sich beispielsweise ETFs, deren Fokus auf bestimmten Themen, Sektoren, Ländern oder Faktoren liegt. Sie können auf diese Weise als Renditebooster dienen.

Gleichzeitig minimiert man mit diesem Ansatz das Verlustrisiko, da jeder der Satelliten nur einen kleinen Anteil des Portfolios ausmacht. Jedoch erfordert dieser Ansatz auch etwas mehr Mühe sowie ein ausreichendes Maß an Disziplin. Man muss hier regelmäßig ein Rebalancing vornehmen. Zudem sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, sich zu sehr auf die Satelliten-Investments zu konzentrieren, da das vorher ausbalancierte Verhältnis zwischen Rendite und Risiko sonst kippen könnte.

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