Diese Aktien stehen aktuell ganz oben auf der Liste großer Investoren

Den Marktbewegungen von institutionellen Anlegern und großen Investoren wird oftmals viel Beachtung geschenkt. Schließlich verfügen diese über eine Menge Hintergrundwissen und sind meist als erste in der Lage, neue Entwicklungen am Markt zu erkennen. Es lohnt sich daher, einen Blick darauf zu werfen, in welche Aktien einige der größten Vermögensverwalter im vergangenen Quartal investiert haben. Die folgenden Wertpapiere waren dabei besonders gefragt.
Tesla
(ISIN: US88160R1014)

In letzter Zeit scheint die Luft aus der Tesla-Aktie vorerst raus zu sein. Seit Anfang Februar hat das Papier rund 30 Prozent an Wert verloren. Gemessen an der schwindelerregenden Kursrallye im vergangenen Jahr sind langfristige Anleger aber immer noch mehr als gut dabei.

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Die Tesla-Aktie wurde in den vergangenen Monaten von vielen Analysten gerne als sinnbildlich für den teils irrationalen Hype angesehen, welcher sich zuletzt im Tech-Segment abgespielt hat. Wie sich nun jedoch abermals zeigt, wird diese Entwicklung keineswegs nur von unerfahrenen Börsenneulingen angetrieben, die ihre Anlageinformationen über Reddit und Facebook beziehen.

Neueste Daten zeigen, dass im vergangenen Quartal insgesamt auch 1.949 Fonds in Tesla-Aktien investiert hatten. Viele von ihnen haben zudem in den letzten Monaten nochmals kräftig nachgekauft. Ganz vorne mit dabei war dabei der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock. Dieser kaufte insgesamt 12,1 Millionen weitere Anteile. Die Trading- und Investmentfirma Susquehanna International langte mit einem Zukauf von 1,5 Millionen Anteilen ebenfalls kräftig zu.

Im vergangenen Jahr ist es dem Elektroautobauer von CEO Elon Musk zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte gelungen, über ein komplettes Jahr hinweg Gewinne zu erzielen. Das selbst gesetzte Ziel, 500.000 Fahrzeuge auszuliefern, hatte man dabei nur um Haaresbreite verfehlt.

Kritiker werfen jedoch ein, das Tesla nur aufgrund des Emissionsrechtehandels einen Gewinn erzielen konnte. Ohne diese Einnahmen wäre man auch 2020 in der Verlustzone verblieben. Es dürfte interessant sein, wie viele Fonds die Aktie in diesem Quartal wieder abstoßen, falls der Sinkflug des Kurses weiterhin anhalten sollte.
Fastly
(ISIN: US31188V1008)

Der Verlauf des Aktienkurses von Fastly lässt dieser Tage durchaus Parallelen zum Papier von Tesla zu. Beide Aktien hatten im vergangenen Jahr einen deutlichen Kurszuwachs verzeichnet – auch wenn dieser bei Fastly etwas geringer ausfiel -, müssen nun jedoch im Februar empfindliche Verluste einstecken. Zum Teil lässt sich dies sicherlich durch die generelle Abkühlung der Anlegerstimmung im Hinblick auf den Tech-Sektor erklären. Allerdings kommen bei Fatstly auch noch zuletzt enttäuschende Zahlen hinzu.

Wohlgemerkt, es waren nicht die Umsatzzahlen, welche Anleger und Analysten enttäuscht haben. Hier konnte der Cloud-Anbieter mit einem Wachstum von 40 Prozent im letzten Quartal durchaus überzeugen. Allerdings stiegen auch die Ausgaben, weshalb das Unternehmen mehr Verluste verkraften musste, als erwartet worden war. Infolgedessen fiel der Kurseinbruch im Februar besonders heftig aus. Die Aktie von Fastly ist nun 40 Prozent weniger wert als noch im Januar.

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Entweder konnten viele Fonds dies im vergangenen Quartal so nicht absehen oder es war ihnen schlicht egal. Auch Fastly erfreute sich bei institutionellen Anlegern nämlich großer Beliebtheit. Diese vergrößerten den Anteil der von ihnen gehaltenen Fastly-Aktien zuletzt um weitere 23 Prozent. Besonders ARK Investments griff bei Fastly mit beiden Händen zu. Der Vermögensverwalter kaufte 1,14 Millionen weitere Anteile.

Die langfristigen Aussichten von Fastly sind auch alles andere als schlecht. Der Markt für Cloud-Dienste wächst beständig weiter. Analysten gehen davon aus, dass Fastly in den kommenden drei bis fünf Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 30 Prozent erzielen könnte.
Palantir Technologies
(ISIN: US69608A1088)

Die Aktie des Big-Data-Unternehmens Palantir gehört bereits seit ihrem Börsengang zu den Lieblingen institutioneller Anleger. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren im Bereich der Analyse und Verarbeitung großer Datenmengen. Man verfügt über zahlreiche Kontrakte mit der US-Regierung wie auch mit dem Sicherheits- und Geheimdienstapparat der Vereinigten Staaten.

Zuletzt hatte Palantir das gleiche Problem wie Fastly. Zwar erzielte man im vergangenen Jahr ein starkes Umsatzwachstum. Letztlich blieb man aber dennoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Auch Palantir wurde von dem Kursrückgang der meisten Tech-Aktien im Februar nicht verschont.

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Im zurückliegenden Quartal erhöhten institutionelle Anleger ihre Anteile an Palantir um insgesamt 82 Prozent. Auch hier traten vor allem BlackRock und Susquehanna als größte Käufer in Erscheinung. BlackRock kaufte weitere 4 Millionen Anteilsscheine und verfügt damit mittlerweile über 33,4 Millionen Aktienpositionen. Susquehanna war zuvor noch kein Anteilseigner, stieg jedoch mit gleich 3,94 Millionen Anteilen ein.

Bisher ist Palantir in erster Linie als Auftragnehmer von staatlichen Kontrakten in Erscheinung getreten. Das zukünftige Wachstum soll jedoch vor allem im Privatsektor erzielt werden. Der Schlüssel hierfür soll die eigene Foundy-Plattform sein, mit welcher man die Big-Data-Analyse für andere Unternehmen übernehmen möchte.
Teladoc Health
(ISIN: US87918A1051)

Dass auch die Aktie von Teladoc Health zuletzt Verluste einstecken musste, dürfte an diesem Punkt des Artikels klar sein. Wichtig ist aber auch hier eher der langfristige Trend. Diesem wurde in Teladocs Fall durch die Entwicklungen im vergangenen Jahr kräftig Nachschub geleistet. Das Unternehmen ist im Bereich der Fernmedizin tätig. In Zeiten einer Pandemie ist die Nachfrage nach diesem Angebot verständlicherweise stark gestiegen.

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Dies ist auch zahlreichen Fonds nicht entgangen. Der größte Käufer von Teladoc-Aktien war im letzten Quartal ARK Investment von CEO Cathie Wood. ARK hat sich zuletzt 5,82 Millionen Anteile gesichert. Seit einiger Zeit sorgt der Vermögensverwalter mit einer Reihe guter Investmententscheidungen für Schlagzeilen. Wenig überraschend ist auch der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock weit vorne mit dabei. Dieser fügte seiner bereits existierenden Position weitere 3,17 Millionen Anteile hinzu.

Langfristig gesehen dürfte die Nachfrage nach virtuellen Angeboten im Bereich der Gesundheitsversorgung weiter zunehmen. Für Mediziner bietet dies den Vorteil, dass sie sich am Tag um mehr Patienten kümmern können. Für Patienten geht dies mit einer Vermeidung von langen Wartezeiten einher. Versicher (vor allem in den USA) dürften sich unterdessen über niedrigere Rechnungen freuen.

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