SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF: Alle Vor- und Nachteile

Hinter dem sperrigen Namen SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF steckt ein Fonds, der ausgewählte Werte aus dem US-amerikanischen Aktienmarkt nachbildet. Die Besonderheit des Fonds ist die Strategie, auf dividendenstarke Aktien zu setzen. Der ETF spiegelt den S&P High Yield Dividend Aristocrats Index wider. Dieser Index umfasst circa 115 Aktien, die im S&P Composite 1500 Index gelistet sind und deren Dividenden in den letzten 20 Jahren jedes Jahr angestiegen sind.
Abbildung von Dividendenaristokraten

Der vorgestellte ETF (ISIN IE00B6YX5D40) bildet den S&P High Yield Dividend Aristocrats Index wider, der sich auf sogenannte Dividendenaristokraten spezialisiert hat. Dies sind Unternehmen, die über viele Jahre hinweg ihre Dividende stetig anheben konnten. Dies ist ein spezielles Qualitätsmerkmal von Unternehmen, da sie als besonders wachstumsorientiert gelten.

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Nachteilig kann dieses Vorgehen hingegen gesehen werden, da viele der Dividendenaristokraten ihren Status gerne behalten und daher ihre Dividende auch dann erhöhen, wenn es das operative Geschäft nicht hergibt. Hierdurch steigt die Ausschüttungsquote häufiger auf über 100 %, damit der Status des Dividendenaristokraten nicht entzogen wird.

Der S&P High Yield Dividend Aristocrats Index

Beim S&P High Yield Dividend Aristocrats Index handelt es sich um ein Unterprodukt des Standard & Poors 1500. Während der S&P 1500 die 1500 größten börsennotierten Unternehmen der USA abbildet, sind im S&P High Yield Dividend Aristocrats Index nur die 115 Werte vertreten, die in den letzten zwanzig Jahren ihre Dividende am meisten steigern konnten. Die am stärksten gewichteten Unternehmen im Index sind im April 2020 AbbVie Inc., AT&T Inc., IBM und J.M. Smucker Co. 17 % der Unternehmen entstammen dem Sektor Industrie, 16,5 % bieten Konsumgüter und 15 % entstammen dem Finanzsektor.

Indexperformance beachtlich

Der ETF bildet den Index bestmöglich ab, weshalb es für Investoren interessant ist, welche Performance der S&P High Yield Dividend Aristocrats in den vergangenen Jahren geleistet hat. Der Anstieg im Index ist beachtlich. In zehn Jahren vom Februar 2010 bis zum Februar 2020 ist der Index von 1.450 auf 3.650 Punkten angestiegen, was einen Wertzuwachs von gut 150 % bedeutet. Der deutsche Aktienindex Dax konnte zum Vergleich sogar einen Zuwachs von 154 % erreichen und der MSCI World hingegen nur einen Gewinn von knapp 100%. Im Zuge der Corona-Krise musste der Index beim Crash jedoch, wie viele andere Indizes, einen Verlust von gut einem Drittel hinnehmen. Der ETF spiegelt den Index sehr detailliert wider.
Seit Auflage des Fonds im Jahr 2011 konnte der Index um 144,37 % zulegen. Der Fonds machte in der gleichen Zeit einen Gewinn von 145,20 %, wobei die Managementkosten hiervon bereits abgerechnet wurden.

Fonds zahlt Dividende aus

Neben der beachtlichen Performance des Fonds ist die Weitergabe der Dividende ein großer Vorteil des SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF. Die Ausschüttung erfolgt vierteljährlich und betrug im Jahr 2019 beispielsweise 1,07 EUR je ETF, der aktuell für 42 EUR zu haben ist. 2,5 % gibt es somit als jährliche Ausschüttung für den Investor hinzu. Da der ETF auf Dividendenaristokraten setzt, ist davon auszugehen, dass der Anteil der Ausschüttungen steigen wird und somit neben der Performance einen sicheren jährlichen Gewinn beschert.

Erhöhtes Risikoprofil

Der Fonds weist eine sehr gute Performance auf, jedoch ist er indexgebunden und somit mit einem Risiko versehen, welches nicht vernachlässigt werden darf. Dadurch, dass keine Gegenpositionen eingegangen werden und nur Longstrategien verfolgt werden, wird ein Kursverfall an der Börse über den Fonds an die Investoren weitergegeben. Die dividendenstarken Titel sind kein Schutz vor einem Verfall an der Börse. So ist die Volatilität in einem Jahr mit über 30 % beachtlich und in einem sehr hohen Risikobereich angesiedelt. Dieses Risiko muss sich ein Investor trotz guter Performance stets vor Augen halten.

Geringe Kosten und hohe Fondsgröße

Der ETF muss verwaltet werden und fordert daher Haltekosten. Diese liegen bei 0,35 % im Laufe eines Jahres. Dem gegenüber stehen keine Kosten für eine Wertentwicklung und keine Ausgabe- oder Rücknahmezuschläge. Mit 0,35 % jährlichen Kosten schneidet der Fonds im Benchmark gut ab. Ebenfalls kann er mit seiner Fondsgröße auftrumpfen. Insgesamt sind 2.198 Millionen Euro investiert, wodurch dem ETF eine hohe Wirtschaftlichkeit bescheinigt werden kann.
Vorteile bei erhöhter Risikobereitschaft

Abschließend lässt sich festhalten, dass der SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF auf lange Sicht ein starker Fonds mit guter Performance darstellt. Durch die dividendenstarken Aktientitel erhält der Investor eine jährliche Ausschüttung von circa 2,5 % hinzu. Die Haltekosten per anno sind gering, wodurch der Fonds trotz Kosten eine bessere Performance aufweist als der Index, den er 1:1 abbildet. Der ETF ist jedoch börsengebunden und erfordert daher eine erhöhte Risikobereitschaft durch den Investor, die sich jedoch bisher in den Jahren seit Auflage stets ausgezeichnet hat.

Der ETF im Überblick:

Name: SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF
ISIN: IE00B6YX5D40
WKN: A1JKS0
Replikationsmethode: physisch
Laufende Kosten (TER): 0,35 %
Ertragsverwendung: ausschüttend
Auflagedatum: 14.10.2011
Handelbar bei (Auswahl): comdirect*, Consorsbank*, Smartbroker*, flatex*


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