Von diesen Dividenden-Aktien sollten Anleger besser die Finger lassen

In Krisenzeiten betrachten viele Anleger Dividenden-Aktien als sicheren Hafen. Auch wenn die Kurse fallen, versprechen Ausschüttungen eine beständige Rendite. Doch nicht jedes Unternehmen, welches eine hohe Dividende an seine Aktionäre ausschüttet, ist aktuell tatsächlich eine gute Anlage. Von diesen Dividenden-Aktien sollte man als Anleger derzeit besser Abstand nehmen.
Kraft Heinz – Dividende: 5,2 %
(US5007541064)

Eigentlich sollten die Geschäfte für Kraft Heinz auch während der Pandemie alles andere als schlecht laufen. Die Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln erreichte zwischenzeitlich ein Rekordniveau. Dennoch steht die Aktie über 12 Monate hinweg nach wie vor im Minus. Grund hierfür ist u. a. der erhebliche Schuldenberg, welchen das Unternehmen seit der Verschmelzung von Kraft und Heinz in 2015 mit sich herumschleppt.

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Bereits in der Vergangenheit sah sich Kraft Heinz deshalb gezwungen, Kosten zu sparen, wo es nur geht. 2019 kappte das Unternehmen die Dividende um 40 Prozent. Aufgrund des gefallenen Aktienkurses mag die aktuelle Dividendenrendite für manche Anleger auch weiterhin attraktiv wirken. Allerdings könnte es in absehbarer Zeit durchaus noch weiter nach unten gehen.

Macerich – Dividende: 8,7 %
(US5543821012)

Die aktuelle Krise war alles andere als gnädig zum Einzelhandel. Während der E-Commerce von einem Rekord zum nächsten wandelt, sehen sich viele Kaufhäuser und Geschäfte in ihrer Existenz bedroht. Dies sind auch für den Real-Estate-Investment-Trust (REIT) Macerich alles andere als gute Nachrichten. Das Unternehmen besitzt u. a. 47 regionale Shoppingcenter in den USA. In den vergangenen Monaten sind die Mieteinnahmen jedoch geradezu eingebrochen.

Die aktuelle Dividende mag auf den ersten Blick hoch erscheinen. Doch Macerich sah sich im zweiten Quartal gezwungen, die Dividende um ganze 75 Prozent auf lediglich 10 Cent zu kürzen. Zwar steigerte man sich im dritten Quartal wieder auf 15 Cent, liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenwert. Die aktuelle Quote von 8,7 Prozent ist nur deshalb so hoch, weil auch der Aktienkurs von Macerich um rund 75 Prozent eingebrochen ist.
Lumen Technologies – Dividende: 11,2 %
(US1567001060)

Die Telekommunikationsbranche ist traditionell ein schwieriges Feld für kleinere Unternehmen. Die Kosten, welche mit der Wartung und ständigen Verbesserung von Kabel- und Glasfasernetzwerken einhergehen, können von kleineren Playern oft nur schwer gestemmt werden. Lumen Technologies hat in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Zukäufen versucht, wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Strategie ging jedoch mit einem immer stärker anwachsenden Schuldenberg einher.

Mittlerweile lasten rund 31 Mrd. Dollar auf dem Unternehmen. Dennoch leistet sich Lumen nach wie vor eine sehr hohe Dividendenausschüttung von 1 Dollar pro Aktie an seine Aktionäre. Allerdings musste Lumen den Schulden auch in dieser Hinsicht bereits Tribut zollen. Noch vor zwei Jahren war die Dividende nämlich doppelt so hoch. Die aktuellen Geschäftszahlen machen es zudem unwahrscheinlich, dass das Unternehmen auf absehbare Zeit große Sprünge wird machen können.

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Invesco – Dividende: 4,4 %
(BMG491BT1088)

Für ETF-Anleger dürfte der Anlageverwalter Invesco ein bekannter Name sein. Mit dem QQQ hat das Unternehmen seit Langem einen der beliebtesten ETFs der Welt in seinem Sortiment. Allerdings sorgt das restliche Angebot des Anbieters bei Anlegern in weit geringerem Maße für Begeisterung. Abgesehen von seinem Flaggschiff QQQ befindet sich nur ein weiterer Invesco ETF in den Top 100 gemessen am Fondsvolumen. Größtenteils konzentriert sich das Unternehmen eher auf Nischenmärkte und Faktor-ETFs.

Im Vergleich zu 2018 besitzt die Invesco-Aktie nur noch rund ein Drittel ihres Wertes. Zwar geht der Trend in den vergangenen drei Monaten tatsächlich wieder aufwärts. Allerdings ist die Aktie noch weit davon entfernt, überhaupt ihre Verluste durch den Crash wieder wettzumachen. Zudem war auch Invesco zuletzt dazu gezwungen, die Dividende zu halbieren.
Anheuser-Busch InBev – Dividende: ausgesetzt
(BE0974293251)

Anheuser-Busch InBev befindet sich bereits seit Längerem in einer ausgesprochen schwierigen Situation. Nachdem man den Craft-Beer-Trend einigermaßen verschlafen hatte, sieht man sich seit einiger Zeit zusätzlich mit dem sinkenden Konsum von Alkohol im Allgemeinen konfrontiert. Dies wirkte sich nachhaltig negativ auf die Umsatzzahlen aus. Dementsprechend hat die Aktie in den vergangenen drei Jahren rund 60 Prozent ihres Wertes verloren.

Auch in der aktuellen Krise bleibt der Getränke-Konzern weiterhin deutlich hinter den Erwartungen zurück. Erst kürzlich musste man verkünden, im dritten Quartal 65 Prozent weniger verdient zu haben. Hatte das Unternehmen seine Dividende im April noch auf 50 Cent pro Aktie halbiert, gehen Aktionäre bei der nächsten Runde komplett leer aus.

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Xerox – Dividende: 5,4 %
(US98421M1062)

Xerox musste bereits seit einigen Jahren mit dem zunehmenden Wechsel vieler Unternehmen von Papier hin zu Digital kämpfen. Zwar ist man bestrebt, das eigene Angebot stetig zu erweitern und sich als wichtiger Player im Segment der Dokumenten-Management-Systeme zu etablieren. Spätestens seit dem Beginn der Corona-Krise sieht die Zukunft für das Unternehmen jedoch alles andere als rosig aus.

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Die Aktie konnte sich von dem Einbruch um rund 45 Prozent bis jetzt so gut wie überhaupt nicht erholen. Die veränderten Arbeitsbedingungen haben den Trend hin zur Digitalisierung noch weiter beschleunigt. Zwar dürften die derzeitigen vierteljährlichen Ausschüttungen von 25 Cent je Aktie auf absehbare Zeit nicht in Gefahr sein. Allerdings bestehen aktuell erhebliche Zweifel daran, ob es dem Unternehmen gelingen wird, sich im aktuellen Marktumfeld nochmals nach oben zu arbeiten.
HollyFrontier – Dividende: 7,5 %
(US4361061082)

Als Betreiber von mehreren Öl-Raffinerien reiht sich HollyFrontier nahtlos in die Riege der Verlierer der aktuellen Krise in der Öl-Branche ein. Zwar kann HollyFrontier als Hersteller verfeinerter Öl-Produkte durchaus von den gesunkenen Öl-Preisen profitieren. Allerdings ist mit der Luftfahrtbranche gleichzeitig einer der größten Kunden weggebrochen. Aufgrund des nach wie vor prävalenten Home-Offices und den vielfachen Kontaktbeschränkungen ist zudem auch die Nachfrage im Automobil-Sektor stark zurückgegangen.

In den vergangenen 12 Monaten hat die Aktie von HollyFrontiers insgesamt rund 65 Prozent an Wert verloren. Bedingt durch die massiven Umsatzeinbrüche ist die aktuelle Dividende von 1,40 Dollar je Aktie zudem in Gefahr. Selbst nach dem Ende der Krise sieht das Unternehmen einer ungewissen Zukunft entgegen. Aufgrund des Klimawandels dürfte die Nachfrage nach Treibstoff in Zukunft eher rückläufig sein.

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