Warum du mit den meisten Rohstoff-ETFs langfristig keinen Gewinn machst

Der Schlüssel zu einer langfristig stabilen Rendite ohne großartige Schwankungen ist eine breite Diversifikation. Dass du mit ETFs in Aktienindizes regional, nach Branche oder sogar thematisch investieren kannst, ist nichts Neues.
Kein Wunder, dass neben Aktien-, Anleihen- und Immobilien-ETFs auch Rohstoff-ETFs boomen. Aber ist ein Rohstoff-ETF wirklich für die langfristige Geldanlage geeignet oder ist das Geld nicht besser anderweitig angelegt?

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Warum überhaupt Rohstoffe im Portfolio?

Bevor wir uns näher mit Rohstoff-ETFs beschäftigen, sollten wir einen Blick darauf werfen, warum das Rohstoffinvestment sinnvoll sein kann. Gemeinhin gelten Rohstoffe als sinnvolle Beimischung für ein breit aufgestelltes Portfolio. Hintergrund ist unter anderem die eher geringe Korrelation mit der Entwicklung der Aktienmärkte.

In Zeiten starker Inflation wie z.B. in Teilen der 1970er-Jahre performten Rohstoffe an der Börse sogar besser als Aktien. Kein Wunder: Anders als die Geldmenge lassen sich Rohstoffe nicht beliebig vermehren. Das bedeutet im Gegenzug aber auch, dass der Wert von Rohstoffen häufig nur nominal durch die Inflation stark steigt.

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Der reale Wert dagegen steigt nicht so stark an. Nichtsdestotrotz bieten Rohstoffe einen Ausgleich zu anderen Anlageklassen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn nicht alle Rohstoffe eignen sich als Anlage für Privatanleger. Und schon gar nicht in Form von ETFs.
Rohstoffe von Aluminium bis Zucker

Ein einziger Rohstoff (z.B. Zucker) ist für sich genommen durch die wirtschaftliche Dynamik und die spekulativen Einflüsse der Finanzwelt in seiner Wertentwicklung sehr Schwankungsanfällig. Darum richten sich Geschäfte mit einzelnen Rohstoffen etwa über Futures-Kontrakte an Profis. Immerhin geht es hier um sehr hohe Summen und hohe Risiken.

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Und selbst wer dieses Risiko eingehen möchte, muss feststellen, dass sich die meisten Rohstoffe nicht als langfristige Anlage, sondern eher als Spekulation eignen. Einmal ganz davon abgesehen ist es nicht möglich, nur einen einzigen Rohstoff per ETF zu handeln. Dafür sind sogenannte Exchange Traded Commodities (ETC) nötig.

Rohstoff-ETFs bilden daher immer einen Korb verschiedener Rohstoffe ab. Die Bandbreite reicht dabei über unterschiedliche Rohstoffklassen von A wie Aluminium bis Z wie Zucker. Insgesamt basieren die ETFs auf bekannten Rohstoffindices wie dem Dow Jones-UBS Commodity Index. Diese wiederum bilden die Performance der Rohstoff-Futures ab.
Welche Klassen von Rohstoff-ETFs gibt es?

Grundsätzlich unterscheiden wir im Rohstoffbereich zwischen Energierohstoffen, Metallen und Agrargütern. Zu den Energierohstoffen gehören etwa Erdöl, Heizöl, Benzin sowie Erdgas. Noch vielfältiger ist die Klasse der Metalle. Enthalten sind neben klassischen Anlagemetallen wie Silber, Gold und Palladium auch Industriemetalle wie Aluminium, Kupfer, Blei und Nickel.

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Noch vielfältiger steht es um die Agrargüter. Angefangen von Mais, Weizen und Reis über Baumwolle, Kaffee und Sojabohnen bis hin zu Orangensaft und Lebendrind ist hier nahezu alles dabei. Dementsprechend breit gefächert ist auch der Markt für Rohstoff-ETFs. Während sich einige ETFs beispielsweise nur auf Metalle konzentrieren, bieten anderen den gesamten Rohstoffkorb. Das hat einen enormen Einfluss auf die Marktperformance und die Rendite des ETFs.
Entscheidend ist die Rollrendite

Rohstoffe zu handeln ist deutlich komplizierter als Aktien. Immerhin können weder Anleger noch die Herausgeber der ETFs irgendwo tonnenweise Orangensaft-Konzentrat, 10.000 Barrel Rohöl oder eine Lkw-Ladung Lebendrind lagern. Rohstoffe werden an der Börse daher in Form von Terminkontrakten (Futures) gehandelt. Vereinfacht gesagt handelt es sich um Warentermingeschäfte.

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Hier wird beispielsweise heute eine Vereinbarung getroffen, dass ein bestimmter Rohstoff zu einem Zeitpunkt in der Zukunft n einer bestimmten Menge zum Preis X gekauft oder verkauft wird. Anleger möchten nun aber keine Schweinehälften kaufen, sondern von der Rohstoffperformance profitieren. Dementsprechend müssen die laufenden Futures vor der Fälligkeit aufgelöst und durch neue Futures ersetzt werden. Das nennt man „Rollen“.

Entsprechend der Preisentwicklung am Future-Markt, wo auch tatsächlich Rohstoffe gehandelt werden, ergeben sich Rolleffekte. Diese können sowohl positiv als auch negativ sein. Besonders groß sind die Roll-Effekte bei Energierohstoffen, Industriemetallen und vor allem Agrargütern.
Wie sieht es mit der langfristigen Rendite aus?

Eines ist klar: Kurzfristig lassen sich auch mit Rohstoff-Indices attraktive Gewinne erwirtschaften. Wer etwa nach der Finanzkrise 2008 einige Jahre in den S&P GSCI investiert hätte, hätte ein Kursplus von über 100 Prozent erreicht. Acht Jahre später hatte der Index allerdings wieder seinen Ausgangswert von vor der Finanzkrise erreicht.

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Verantwortlich sind u.a. die sogenannten Schweinezyklen in der Wirtschaft. Diese beschreiben die grobe Abfolge von wirtschaftlichen Hochs und Tiefs. Davon betroffen sind durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auch die Rohstoffmärkte. Hinzu kommt der Einfluss von Rollverlusten. Zwischen dem 16. Januar 2009 und dem 11. Februar 2021 lag die Gesamtrendite des S&P GSCI etwa bei mageren 33,6 Prozent.

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Auf das Jahr gerechnet sind das knapp 2,8 Prozent. Ziehen wir nun noch die jährlichen Kosten eines Rohstoff-ETFs ab, bleiben im Schnitt noch 2,4 Prozent übrig. Hinzu kommt nun noch die durchschnittliche Inflationsrate dieses Zeitraums von ca. 1,1 Prozent. Damit schmilzt die Rendite eines auf diesem Rohstoffindex basierenden ETFs auf 1,3 Prozent zusammen.

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung der Aktienmärkte in dieser Zeit ist eindeutig. Trotz aller Schwankungen haben Aktien die Rohstoffe mehr als deutlich outperformt. Gelohnt hat sich das langfristige Investment in Rohstoff-ETFs also nicht wirklich.
Gibt es eine Hintertür?

Ganz klar: Kurzfristig kann das Investment in einen Rohstoff-ETF sinnvoll sein. Gerade in der Erholungsphase nach einem Wirtschaftseinbruch bzw. zu Beginn eines neuen Schweinezyklus sind die Renditechancen trotz Inflation und Rollverlusten hoch. Abseits davon eignen sich jedoch vor allem Edelmetall-ETFs als vergleichsweise stabile und renditestarke Beimischung für ein Portfolio.

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Ihren ureigensten Zweck erfüllen Edelmetalle jedoch nur, wenn das Finanzprodukt (z.B. Xetra-Gold) auch physisch mit auslieferbarem Gold hinterlegt ist. Andernfalls bieten Rohstoffaktien bzw. ETFs die sich auf die Rohstoffbranche fokussieren, mehr Chancen. Hier werden nämlich nicht die „toten“ Rohstoffe gehandelt, sondern die Aktien lebendiger Unternehmen.

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