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ETF als Rentner kaufen: Das sollten Sie beachten

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen ersetzt eine wachsende Zahl von Sparern ihr Sparbuch durch ETFs. Die passiven Indexfonds können auch für Anleger im Rentenalter eine attraktive Anlagemöglichkeit darstellen. Hierfür sollten allerdings einige grundlegende Dinge beachtet werden.


ETFs bieten auch im Rentenalter Vorteile

ETFs gelten als eine ideale Anlagemöglichkeit für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Auch viele Rentner können von den Vorteilen der passiven Indexfonds profitieren. Im Gegensatz zur Anlage in Aktien, ist es bei ETFs nicht erforderlich, sich mit den Chancen und Risiken einzelner Unternehmen auseinanderzusetzen. ETFs bilden ganze Indizes ab. Die Kursentwicklungen einzelner Aktien haben daher nur einen geringen Einfluss auf die Gesamtperformance eines ETFs. Dies gilt besonders für jene Indexfonds, welche die großen Indizes wie z. B. den MSCI World abbilden.

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Weil die Weltwirtschaft, abgesehen von kurzen Phasen der Rezession, stets expandiert, weisen diese ETFs langfristig gesehen einen positiven Kursverlauf auf. Wer mindestens 15 Jahre in einen MSCI World ETF investiert, hat bisher immer eine positive Rendite erzielt. Seit 1970 beläuft sich diese durchschnittlich auf rund 7,1 % jährlich. Auch viele andere ETFs gelten langfristig gesehen als vergleichseweise sichere Anlagen. Zudem bieten ETFs den Vorteil, das jederzeit auf das angelegte Geld zugegriffen werden kann.

Eine Frage des Anlagehorizonts

Gleichzeitig stellt sich bei Anlegern im Rentneralter grundsätzlich die Frage, wie lange der jeweilige Anlagehorizont noch sein darf. Für ETFs empfehlen Anlageexperten eine Mindestanlagedauer zwischen 10 und 15 Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland beläuft sich mittlerweile auf über 80 Jahre. Wer sich in der Frühphase seines Rentenalters befindet, könnte daher durchaus mit dem notwendigen längerfristigen Anlagehorizont agieren. Für Rentner im fortgeschrittenen Alter ist diese Anlageklasse jedoch evtl. nicht das Richtige, solange das angelegte Vermögen nicht explizit für die eigenen Kinder gedacht ist.


Vom Anlagehorizont hängt auch ab, welche Art von ETF am besten geeignet ist. Wer mit einem längerfristigen Anlageplan die eigene Rente aufbessern möchte, sollte sich am besten für einen thesaurierenden Fonds entscheiden. Dieser schüttet die erzielten Gewinne nicht an die Anleger aus, sondern reinvestiert diese direkt wieder. Dies begünstigt einen Zinseszinseffekt, wodurch eine effektivere Vermögensbildung möglich ist. Die Alternative hierzu ist ein ausschüttender ETF, welcher die erzielten Erträge in regelmäßigem Abstand an seine Anleger ausschüttet. Diese Variante eignet sich vor allem für Anleger, die sich ein kleines Zusatzeinkommen zur staatlichen Rente sichern möchten.

Das Risiko eines Crashs im Rentenalter

Im Rahmen eines Börsen-Crashs werden ETFs, welche die Aktienindizes abbilden, teils stark in Mitleidenschaft gezogen. Da Indizes im Gegensatz zu einzelnen Unternehmen nicht pleite gehen, besteht auch während einer Wirtschaftskrise nicht die Gefahr, dass das angelegte Geld dauerhaft verloren ist. Solange man nicht verkauft, werden die Verluste nicht realisiert. Steigen die Kurse anschließend wieder, werden die vorherigen Kursverluste egalisiert und Anleger fahren abermals eine Rendite ein. Aus diesem Grund performen viele ETFs langfristig gesehen enorm zuverlässig.

Dies setzt allerdings voraus, dass Anleger gegebenenfalls ein paar Jahre warten können, bis die Krise überwunden worden ist. Bei älteren Anlegern ist dies jedoch unter Umständen nicht möglich. Wer sich seine Rente aufbessern möchte und von einem Börsen-Crash überrascht wird, kann es sich womöglich nicht leisten, über den vorgesehenen Anlagezeitraum hinaus zu warten, bis die Kurse wieder gestiegen sind. Dies kann dazu führen, dass das Vermögen während einer Krise abgezogen werden muss und erhebliche Verluste entstehen. Aber es gibt auch positive Beispiele. So hat beispielsweise Die Börsen-Oma Beate Sander erst im späten Alter ein Vermögen mit Aktien gemacht. Nachdem sie mit knapp 60 Jahren anfing zu investieren, ist sie nun mit 82 Jahren mehrfache Millionärin.

Das richtige Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen

Um dem Risiko des Alters entgegenzuwirken, empfehlen Experten, das eigene Portfolio mit fortschreitendem Alter umzuschichten. Aktien-ETFs sollten hierbei stufenweise durch Anleihe-ETFs ersetzt werden. Anleihen gelten im Vergleich zu Aktien als stabilere Anlagen. Viele sogenannte Rentenfonds setzen vermehrt auf Staatsanleihen von finanzstarken Staaten. Weil diese vor allem in Krisenzeiten als sichere Häfen für Anleger gelten, schwächt ein höherer Anteil von Anleihen im Portfolio die Kursschwankungen der Aktienfonds ab.

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Weiterhin bieten Anleihen den Vorteil, dass sie über ihre Laufzeit hinweg einen sicheren Zinsertrag einbringen. Da aufgrund des derzeitigen Nullzinsumfeldes jedoch viele Staatsanleihen nur sehr geringe oder wie in Deutschlands Fall negative Renditen abwerfen, eignen sich reine Anleihen kaum zum Vermögensaufbau. Anleihen-ETFs können diesen Nachteil zumindest zu einem Teil durch ihre Streuung abfedern. Neben sicheren aber renditearmen Staatsanleihen enthalten viele dieser ETFs auch einige riskantere Anleihen, mit höherer Rendite. Eine alternative Möglichkeit, das eigene Portfolio abzusichern sind Fest- bzw. Tagesgeldkonten.


In welchem Verhältnis Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs bzw. Tagesgeld/Festgeld in einem Portfolio zueinander stehen sollten, hängt von der eigenen Risikobereitschaft ab. Viele Banken und Online-Broker bieten ihren Kunden diverse vorgefertigte Anlagepläne mit unterschiedlichen Mischverhältnissen an.

Wie investieren?

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten in einen ETF zu investieren. Zum einen kann dies per Einmalanlage geschehen. Dabei werden mit einer einzelnen Summe Anteile des Fonds erworben. Der Vorteil ist, dass durch die schlagartige Investition der Zinseszinseffekt maximiert werden kann. Für Rentner eignet sich diese Variante besonders dann, falls eine größere Menge an Kapital frei verfügbar ist. Dies kann beispielsweise bei einer Kapitalauszahlung aus einer Lebensversicherung zum Rentenbeginn der Fall sein.

Falls hingegen über einen längeren Zeitraum hinweg investiert werden soll, eignen sich spezielle ETF-Sparpläne. Diese erlauben es, ETFs automatisch mir regelmäßigen Einzahlungen zu besparen. Der Aufwand ist minimal und die Kosten sind gering. Oftmals werden ETF-Sparpläne sogar kostenlos angeboten. Allerdings handelt es sich dabei meist um zeitlich befristete Aktionsangebote.

An die Erben denken

Wer im Rentenalter eine langfristige Anlagestrategie verfolgt, sollte dringend Vorkehrungen treffen, um sicherzustellen, dass etwaige Erben zeitnah handlungsfähig sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Erben über Wochen oder sogar Monate hinweg keinen Zugriff auf das Depot haben.

Die kann zum einen mittels einer Verfügung von Todes wegen geschehen. Dieses Formular wird vom Erblasser ausgefüllt und kann der Bank vorgelegt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Erbenstellung aus dem Dokument zweifelsfrei hervorgeht. Auch bei einer solchen Verfügung können jedoch Wochen vergehen, bis die Erben Zugriff auf das Depot erhalten.


Die Alternative hierzu ist eine Vollmacht. Dadurch erhalten Erben sofort und ohne bürokratischen Aufwand Zugriff auf das eigene Depot. Hierfür ist ein Zusatz notwendig, dass die Vollmacht auch über den Tod hinaus Gültigkeit besitzt. Ein Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Erben hierdurch bereits zu Lebzeiten über das Depot verfügen können.

Ferner ist es ratsam, den Erben eine Handlungsanweisung zu hinterlegen, in der die eigene Anlagestrategie dargelegt wird. Dies ist besonders dann wichtig, falls die Erben selbst keine Erfahrung mit Wertpapieren besitzen. Fehlentscheidungen aus Unwissenheit könnten ansonsten die Folge sein.

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