Dein Start in die Welt der ETFs!

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Keine Ahnung von ETF? Die wichtigsten Infos für Einsteiger

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen scheint die Zeit des Sparbuchs endgültig abgelaufen zu sein. Der Ratschlag, stattdessen an der Börse zu investieren, kommt daher in den letzten Jahren nicht nur von Finanz- und Investmentexperten, sondern auch zunehmend von Politikern. Neben den traditionellen Aktien bietet sich Anlegern mit ETFs eine attraktive Möglichkeit, an der Performance ganzer Indizes teilzuhaben und dabei das eigene Verlustrisiko zu minimieren. Der folgende Überblick verrät Börsenlaien, was ETFs sind und wie man am besten in sie investiert.


Was sind ETFs?

ETFs sind Fonds, welche eine komplette Gruppe von Aktien oder Anleihen abbilden. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, in denen ein Fondsmanager für die Zusammenstellung der Aktien verantwortlich ist, bilden ETFs, ohne menschliches Eingreifen, lediglich einen Index ab. Man spricht daher auch von passiven Fonds oder Indexfonds.

Welcher Index abgebildet wird, hängt dabei vom spezifischen ETF ab. Zum einen können dies große Indizes wie der deutsche Leitindex DAX oder der amerikanische Dow Jones sein. Manche ETFs bilden globale Indizes wie den MSCI World ab, welcher die Marktkapitalisierung von Tausenden Unternehmen in Dutzenden Ländern weltweit wiedergibt. Andere Indizes sind für spezielle Kategorien wie beispielsweise Schwellenländer oder Unternehmen in einer bestimmten Branche ins Leben gerufen worden. Mit einem ETF kaufen Anleger also keine spezifische Aktie oder Anleihe, sondern investieren breitgefächert in den Markt.

Welchen Vorteil haben ETFs?

Eben diese Möglichkeit, durch den Kauf eines einzigen Finanzproduktes das eigene Kapital breit gestreut anzulegen, ist einer der großen Vorteile von ETF-Fonds. Auf diese Weise ist man nicht von der Entwicklung eines einzelnen Wertpapiers abhängig. Bricht der Kurs einer Aktie ein, hat dies auf den ETF an sich nur einen geringen Einfluss. Die anderen Aktien und Anleihen, welche im Fonds enthalten sind, gleichen den negativen Trend einzelner Wertpapiere aus. Auf diese Weise wird das eigene Verlustrisiko minimiert.

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Gleichzeitig bieten ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds jedoch zwei entscheidende Vorteile. Zum einen ist es für Anleger deutlich günstiger, in sie zu investieren. Weil die passiven ETFs ohne einen Fondsmanager auskommen, fallen keine Extragebühren an, um dessen Arbeit zu bezahlen. Daher sind ETFs sowohl bei den einmaligen Anschaffungskosten wie auch bei den jährlichen Kosten signifikant günstiger als aktive Aktienfonds.


Gleichzeitig hängen ETFs die aktiv gemanagten Fonds regelmäßig in puncto Rendite ab. Obwohl Fondsmanager versuchen, mit ihren jeweiligen Fonds bessere Ergebnisse zu erzielen, als der allgemeine Markt, bleiben doch die meisten von ihnen hinter den passiven ETFs zurück. Ca. 98 Prozent aller aktiven, global angelegten Fonds performen schlechter als ihr Vergleichsindex. Bei aktiven Aktienfonds, welche sich auf deutsche Aktien konzentrieren, bleiben immerhin noch rund 80 Prozent hinter dem Vergleichsindex zurück.

Wie sicher sind ETFs?

Ebenso wie bei traditionellen Fonds, gilt Geld, welches in ETFs angelegt ist, als Sondervermögen und ist daher geschützt. Das bedeutet, dass die Fondsgesellschaft, die den ETF herausgibt, das investierte Geld ihrer Kunden getrennt vom restlichen Vermögen des Unternehmens aufbewahren muss. Meist wird das Geld bei einer unabhängigen Depotbank hinterlegt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Kapital der Anleger im Falle einer Pleite nicht Teil der Konkursmasse wird. Die Depotbank muss anschließend zumindest temporär die Verwaltung des ETF übernehmen. Sollte hingegen die Depotbank ausfallen, wird das Vermögen der Anleger an einen anderen Treuhänder übergeben. In jedem Fall entstehen Anlegern keine Nachteile.

Weitere Infos dazu: ETF: Ist der Totalverlust möglich?

Was ist der Unterschied zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs?

ETFs werden, ähnlich wie aktive Fonds, in verschiedenen Versionen angeboten. Man unterscheidet zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Varianten. Bei einem ausschüttenden ETF werden sämtliche Dividendenzahlungen der im Fonds enthaltenen Unternehmen anteilig an die Anleger ausgeschüttet. Ihnen gegenüber stehen die wideranlegenden Fonds, welche auch als akkumulierend oder thesaurierend bezeichnet werden. Bei ihnen werden die Dividenden nicht direkt an die Anleger ausgezahlt, sondern unmittelbar wieder in den Fonds angelegt. Der Vorteil dabei ist, dass Anleger so vom sogenannten Zinseszins-Effekt profitieren können. Ihre Anlage im jeweiligen ETF vermehrt sich also jährlich mit wachsender Geschwindigkeit selbst.


Welche Variante für Anleger besser ist, hängt davon ab, worauf sie ihren Fokus legen. Wer regelmäßige Zusatzeinnahmen haben möchte, fährt gut mit einem ausschüttenden ETF. Langfristige Sparer, die an Vermögensaufbau interessiert sind, treffen hingegen mit einem thesaurierenden ETF die richtige Entscheidung.

Weitere Infos dazu: Thesaurierend oder doch lieber ausschüttend?

Was ist der Unterschied zwischen physischen und synthetischen ETFs?

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, ob es sich um einen physisch oder synthetisch replizierenden ETF handelt. Ein physisch replizierender ETF kauft die Aktien, welche im abgebildeten Index enthalten sind, tatsächlich nach. Durch den physischen Besitz der Aktien, kann der ETF diese zwischenzeitlich an Investmentbanken oder Wertpapierhändler ausleihen, und so zusätzliche Rendite für seine Anleger erwirtschaften. Bildet ein ETF einen besonders großen Index ab, wie beispielsweise den MSCI World mit seinen tausenden Aktien, wird evtl. auf das sogenannte Optimized Sampling zurückgegriffen. Das bedeutet, dass nicht alle enthaltenen Aktien gekauft werden, sondern lediglich eine optimierte Auswahl, die jedoch ausreicht, um die Wertentwicklung des Index ausreichend abzubilden.

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Im Gegensatz dazu besitzen synthetische ETFs keine Aktien des abgebildeten Index. Stattdessen lassen sie sich die Indexentwicklung von einer Bank im Rahmen eines Swapgeschäfts zusichern. Das eigene Portfolio des ETFs enthält Aktien, die mit dem eigentlichen Index oftmals nichts zu tun haben. Diese dienen wiederum als Sicherheit gegenüber der Partnerbank. Derartige Konstrukte werden von manchen Experten kritisiert, weil man bei ihnen von der Bonität des garantiegebenden Emittenten abhängig ist. Allerdings sind diese Tauschgeschäfte stets besichert.

Worauf muss man bei der ETF-Wahl achten?

Es gibt eine Reihe von Kennziffern, auf die Anleger achten sollten. Zum einen spielt es eine Rolle wie groß das Volumen eines Fonds ist. Bei kleineren Fonds besteht die Gefahr, dass die herausgebende Fondgesellschaft diesen nach einer Zeit schließt, weil sie nicht genug daran verdient. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher nur in ETFs mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro bzw. Dollar investieren.

Ein weiterer Faktor ist der sogenannte Tracking Error. Er gibt Auskunft darüber, wie genau ein ETF seinem Index über das Jahr hinweg folgt. ETFs mit einem niedrigen Tracking Error geben ihren Index präzise wieder. Bei einem hohen Tracking Error kommt es immer wieder zu Auf- und Absprüngen des ETF-Kurses, welcher den Index nur im Durchschnittswert widerspiegelt. Will ein Anleger seine Anteile bei einem solchen ETF verkaufen, muss er zusätzlich darauf achten, dass der ETF nicht gerade schlechter performed als sein Index.


Das dritte Kriterium ist die Tracking Difference. Während der Tracking Error sich auf die temporären Abbildungsfehler eines ETF bezieht, gibt die Tracking Difference darüber Auskunft, ob der ETF auf das Gesamtjahr betrachtet besser oder schlechter als sein Index abschneidet. Gewinne aus dem Aktienverleih (physischer ETF) oder Swap-Gewinne (synthetischer ETF) können dafür sorgen, das ein ETF mehr Rendite abwirft als sein zugrundeliegender Index. Jährliche Grundkosten und Swap-Kosten können die Rendite hingegen unter den Indexwert drücken. Zusammengenommen bestimmen sie die Tracking Difference des ETF. Eine positive oder möglichst niedrige negative Tracking Difference sind vorzuziehen.

Weitere Infos zur ETF-Wahl: Wie finde ich die besten ETFs?

Für wen eignen sich ETFs?

Grundsätzlich sind ETFs für jeden geeignet. Es existiert mittlerweile eine große Bandbreite an ETFs. Wer in diese Produkte investieren möchte, sollte sich vorher im Klaren sein, welche Ziele er mit dem Investment verfolgt. Bei Anlegern, deren Anlagehorizont sich auf Jahre oder Jahrzehnte erstreckt, sind besonders jene ETFs beliebt, welche die großen Indizes wie den MSCI World oder den FTSE All-World abbilden. Diese Indizes bilden die wirtschaftliche Entwicklung der Weltwirtschaft fast komplett ab und ermöglichen Anlegern durchschnittliche jährliche Renditen zwischen sieben und acht Prozent. Wer in der Vergangenheit mindestens 15 Jahre in derartige ETFs investierte, konnte bisher selbst dann mit einem Plus rechnen, wenn die Kurse zwischenzeitlich wegen einer Krise abgerutscht waren. Daher eignen sich diese ETFs, in Kombination mit ETFs von Emerging Market Indizes (Schwellenländer), besonders gut für den Aufbau einer Rücklage fürs Alter.

Gleichzeitig gibt es auch zahlreiche kleinere ETFs, deren zugrundeliegende Indizes bestimmte Teilbereiche des Marktes abbilden. Diese sind oftmals volatiler als die behäbigen Leitindizes. Das bedeutet, dass mit ihnen höhere Gewinne möglich sind. Gleichzeitig ist das Verlustrisiko aber auch größer. Viele der exotischeren ETFs eignen sich für kürzere, spekulative Anlagen.

Wie investiert man in ETFs?

Um in ETFs zu investieren ist ein Depot notwendig. Dieses kann entweder bei einer Filialbank, einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnet werden. Bei Direktbanken und Online-Brokern ist das Depot oftmals besonders günstig oder gar kostenlos.

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Anschließend können Anleger entweder per Einmalanlage in einen ETF investieren oder diesen mit flexiblen, monatlichen Raten mit einem ETF-Sparplan besparen. Ersteres lohnt sich vor allem, für kurzfristige Investitionen und um von niedrigen Kursen zu profitieren. Langjährige Sparpläne eignen sich hingegen als Altersvorsorge. Die besten Anbieter hierfür gibt’s in unserem ETF-Sparplan-Vergleich.


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